9 Zimmerpflanzen,
die perfekt in Deine Wohnung passen

Egal welcher Pflanzentyp Du bist und ob Du einen grünen Daumen hast: Wir haben die perfekte Zimmerpflanze für Dich.

Ob pflegeleichter Kaktus, der zeitlose Klassiker Ficus oder Urban-Jungle-Flair mit dem Fensterblatt: Hier findest Du neun beliebte Pflanzen und wichtige Tipps für ihre Pflege.

Stilvoller Klassiker für Anfänger und Profis: die Orchidee

Es gibt sie in allen erdenklichen Farben – mit monochromen Blütenblättern oder filigranen Zeichnungen. Über 15.000 Arten der Orchidee sind weltweit bekannt. Sie ist nicht nur die „Königin der Blumen“, sondern in Deutschland auch eine überaus beliebte Topfpflanze. Mit ihren strahlenden Blütenblättern, die sie bei guter Pflege sehr lange halten kann, ist sie ein Blickfang in jedem Zimmer und lässt sich mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen gut kombinieren.

Nicht alle Orchideen-Arten sind robust und einfach zu halten. Einige verlangen nach einem sprichwörtlichen grünen Daumen. Die hierzulande üblichen Arten jedoch begnügen sich mit einem Platz im Halbschatten – sie müssen nicht unbedingt am Süd-Fensterbrett stehen.

Da sie sich in ihrer tropischen Heimat wichtige Nährstoffe jedoch eher aus der hohen Luftfeuchtigkeit ziehen, sind sie nasse Wurzeln nicht gewohnt. Es reicht daher, die Erde leicht feucht zu halten oder den Orchideen einmal pro Woche ein Wurzelbad zu verpassen.

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Macht sich nicht nur im Urban Jungle gut: das Fensterblatt

In ihrer Heimat in den Regenwäldern Südamerikas ist die Monstera eine Kletterpflanze und windet sich an Baumstämmen nach oben. Hierzulande wird sie gerne als immergrüne Topfpflanze eingesetzt und hat vor allem durch Style-Trends wie Urban Jungle neue Beliebtheit erfahren.

Als pflegeleichte Zimmerpflanze eignet sich das Fensterblatt hervorragend, da es genügsam ist und nur selten gegossen werden muss – solange die Erde leicht feucht ist, reicht das völlig aus. Es ist also definitiv auch für botanische Amateure geeignet.

Darauf solltest Du unbedingt achten: Die Monstera mag keine direkte Lichteinstrahlung. Stell sie daher lieber an einen schattigen Ort und nicht direkt auf die Fensterbank. Andernfalls können die Blätter schnell verbrennen und gelbe Stellen bekommen. Wärme hingegen macht ihr nichts aus: Schwül-heißes Klima ist sie gewohnt.

Grüner Hingucker: Die Yuccapalme ist eigentlich eine Palmlilie

Auch die Yuccapalme hat ihren Weg aus Südamerika, genauer gesagt aus Mexiko, in unsere heimischen Wohnzimmer gefunden. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei keineswegs um eine Palme, sondern um eine Palmlilie (Yucca elephantipes).

Vor allem dank ihres exotisches Flairs und ihres verhältnismäßig robusten Charakters ist die Yuccapalme eine beliebte Zimmerpflanze, wird jedoch auch als Garten-Staude besonders gerne in Stein- und mediterranen Gärten eingesetzt.

Sie ist bedingt winter- und frosthart (bei Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius solltest Du sie lieber ins Haus holen) und fühlt sich im Halbschatten ebenso wohl wie direkt am Fenster. Auch beim Gießen ist die Palmlilie eher genügsam. Sie muss alle ein bis zwei Wochen gegossen werden, dann jedoch nicht zu sparsam. Staunässe verträgt sie nicht.

Wenn Ufos im Wohnzimmer landen: die pflegeleichte Pilea

Sie bringt ganzjährig ein sattes Grün ins Zimmer und sorgt zudem für besonders saubere Luft: die Pilea peperomioides. Im Deutschen hat sie unterschiedlichste Namen, etwa Ufopflanze aufgrund der fast kreisrunden Form ihrer festen Blätter, die eine fast ledrige Beschaffenheit haben. Dabei stammt sie keineswegs aus dem All, sondern ursprünglich aus China. Geldbaum und Kanonierpflanze sind weitere Namen der Pilea.

Sie kann die richtige Zimmerpflanze für Dich sein, auch wenn Du kein tiefverwurzeltes botanisches Wissen hast: Die Pilea ist pflegeleicht und fühlt sich in warmen Zimmern ebenso wohl wie beim Überwintern in einem kühlen Wintergarten.

Das Substrat sollte nie komplett austrocknen, allzu häufiges Gießen ist jedoch nicht nötig. Direkte Sonneneinstrahlung sollte die Pilea nicht den ganzen Tag abbekommen, im Halbschatten oder an einem Platz mit indirektem Licht fühlt sie sich besonders wohl.

Als Zimmerpflanze ist sie mit ihren maximal 40 Zentimeter Wuchshöhe hervorragend geeignet – als Gartenpflanze aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit eher weniger.

Eine brasilianische Schönheit: die Calathea oder Korbmarante

Die Blätter der Calathea makoyana sind fein gezeichnet und reichen je nach Art von sattem Grün bis in weißliches Gelb. Ähnlich wie das Fensterblatt darf sie eigentlich in keinem gut sortierten Urban Jungle fehlen – diverse Instagram-Beiträge verhalfen ihr in den letzten Wochen und Monaten zu Ruhm.

Besonders in Kombination mit Boho-Designelementen, mit Rattan-Möbeln und Naturhölzern kommt sie gut zur Geltung.

Sie liebt den Halbschatten, sollte in feuchter, aber niemals nasser Erde stehen. Deshalb empfiehlt es sich, unter der Blumenerde eine Drainageschicht – beispielsweise aus Blähton – zu haben, die das Wasser schnell ablaufen lässt. Auch von direkter Sonneneinstrahlung solltest Du sie unbedingt fernhalten, sonst verbrennen ihre Blätter.

Totgesagte leben länger: das Comeback des Gummibaums (Ficus elastica)

70er? 80er? Der Gummibaum – oder kurz: Ficus – war schon immer beliebt und macht sich vor allem in Kombination mit Retro-Möbeln und Shabby-Chic ausgezeichnet.

Wer eine immergrüne, pflegeleichte Zimmerpflanze sucht und auf bunte Blütenpracht verzichten kann, ist hier genau richtig. Zugegeben, früher war der Ficus als typische Büropflanze verschrien. Völlig zu unrecht, denn die Feigenart gibt auch im Wohn- oder Schlafzimmer ein gutes Bild ab. Je nach Größe des Topfes kann der Gummibaum als Zimmerpflanze gute zwei Meter hoch werden – in seiner asiatischen Heimat erreicht er im Freien locker das Zehnfache.

Der Gummibaum liebt Wärme – auch im Winter sollte er nicht weniger als 18 Grad abbekommen. Mäßiges Gießen ist völlig ausreichend, über gelegentliches Abstauben der Blätter freut sich der Ficus.

Amaryllis / Hippeastrum

Dass Blumenzwiebeln nicht unbedingt in den Garten gehören, beweist die Amaryllis, die korrekt eigentlich Ritterstern (Hippeastrum) heißt. Rund 100 Arten von ihr gibt es weltweit.

Mit ihren opulenten Blüten bringt sie Farbe in jedes Zimmer und auf jede Fensterbank. Wobei letztere keine Süd-Ausrichtung haben sollte, da sich die Amaryllis – zumindest in den Sommermonaten – im Halbschatten am wohlsten fühlt. Im Winter hingegen solltest Du sie an einen helleren Ort bringen, ein Wintergarten ist optimal. Im Herbst möchte sie relativ dunkel und am besten bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad stehen.

Besonders schön: Bei guter Pflege kann sie zweimal pro Jahr blühen. Vor allem im Frühjahr und Sommer solltest Du sie sehr regelmäßig gießen und eher feucht halten. Im Herbst kommt sie mit sehr wenig Wasser aus. Am besten lässt Du die Blätter dann für mindestens einen Monat eintrocknen, damit sie Kraft tanken kann.

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Kakteen

Eine echte Männerpflanze? Weit gefehlt! Die Wüstenbewohner sind hier zwar alles andere als heimisch, fühlen sich jedoch auch in Räumen absolut wohl und können dem Interieur eine exotische Note verleihen. Nicht umsonst gehören Kakteen und andere Sukkulenten zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Deutschen.

In Form und Farbe können sich Kakteen stark voneinander unterscheiden. Nicht einmal Dornen und Stacheln sind an allen Arten zu finden. So hat der auch Weihnachtskaktus genannte Schlumbergera kaum Ähnlichkeit mit den typischen Kakteen, die man aus Wild-West-Filmen kennt. Er gehört zu den Blattkakteen und bildet an seinen Blattenden in den Wintermonaten tiefrote Blüten aus. Der Cephalocereus wiederum hat einen flauschigen, an graue Haare erinnernden Bewuchs, unter dem sich jedoch spitze Dornen verbergen.

Da sie relativ pflegeleicht sind, sind Kakteen auch für Menschen ohne Gärtner-Erfahrung gut geeignet. Die meisten Kakteen stehen gern in der Sonne und kommen mit sehr wenig Wasser aus, da sie dieses in ihrem Inneren speichern können und aus ihrer Heimat in der Wüste an Trockenzeiten gewöhnt sind.

Manche Exemplare wie beispielsweise der Seeigelkaktus (Echinopsis) benötigen hingegen recht viel Wasser, um eine Blüte auszubilden. Am besten informierst Du Dich hierzu auf der Verpackung Deiner Pflanze.

Extrem pflegeleicht und schön anzuschauen: die Glücksfeder

Perfekt geeignet für Pflanzenliebhaber ohne grünen Daumen: Die Glücksfeder, auch Zamie genannt, ist äußerst robust und immergrün. Sie wächst rasant und kann bis zu einem halben Meter hoch werden – manchmal sogar noch höher. Ihr aufrechter Wuchs erinnert an den eines Farns. Die Zamie (Zamioculcas zamiifolia) unterscheidet sich daher optisch deutlich von den meisten anderen Zimmerpflanzen.

Im Halbschatten fühlt sie sich am wohlsten, aber auch Sonne kann ihr nicht viel anhaben. Zwar steht sie gerne in leicht feuchtem Substrat, aber auch wenn Du mal einige Zeit vergessen hast, sie zu gießen, wird sie es Dir nicht allzu übel nehmen.