Kein Einblick erwünscht!
Moderne Sichtschutzwände

Die Gärten werden kleiner. Gleichzeitig wollen wir alle die Terrasse im Sommer wie ein zweites Wohnzimmer nutzen, ganz privat, nicht einzusehen. Ein Interessenkonflikt? Ein guter Sichtschutz ist die Antwort.

Eine Sichtschutzwand leistet ihren Dienst nicht nur an lauen Sommerabenden, sondern das ganze Jahr durch. Du sollst schließlich auch im Winterhalbjahr nicht ständig hinter zugezogenen Vorhängen sitzen müssen.

Die Auswahl an Systemen und Einzellösungen ist riesig - höchste Zeit die verschiedenen Sichtschutzwände gegenüberzustellen.

Sichtschutzwände in unterschiedlichen Materialien

WPC

Material
Das Beste aus Holz und Kunststoff vereint: WPC steht dabei für „Wood-Plastic-Composites“, also ein Holz-Kunststoff-Gemisch. Es verfügt über Holzoptik und -haptik ohne dessen Nachteile, kann sich höchstens bei Nässe und Klimaschwankungen etwas verziehen.

Das Gute daran

  • Fühlt sich wie Holz an
  • Wird wie Holz verarbeitet und montiert
  • Massiv und stabil
  • Praktisch farb- und witterungsbeständig
  • Braucht kaum Pflege

Unser Tipp
Extrem populär und das nicht ohne Grund: geringfügig teurer als gutes Holz bei gleicher Optik. Im Gegenzug sparst Du später den chemischen Holzschutz, der bei einem großen Sichtschutz immer Zeit und Material kostet.

BPC

Material
Eng verwandt mit WPC werden hier die Kunststofffasern nicht mit Holz- bzw. Zellulosefasern kombiniert, sondern mit
Bambus. BPC steht für „Bamboo Plastic Composites“. Bambus ist ein extrem ökologischer Werkstoff: sehr schnell nachwachsend und extrem belastbar.

Das Gute daran

  • Noch etwas stabiler als WPC
  • Etwas rauere Oberfläche
  • Wird wie Holz verarbeitet und montiert
  • Praktisch farb- und witterungsbeständig
  • Braucht kaum Pflege

Unser Tipp
Ob Sie WPC oder BPC einsetzen, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Die Vorteile für beide Materialien sind in jedem Fall überzeugend. Der Preis von BPC ist aufgrund der Exklusivität des Materials zwangsweise höher.

Metall

Material
Aluminium ist nahezu ideal für den Einsatz
als Sichtschutz: leicht, gut zu verarbeiten,
verwitterungsfrei und von Sonne und Wind
nicht zu beeindrucken. Es entsteht aber
immer eine strenge, klare Optik.

Das Gute daran

  • Im System extrem flexibel einsetzbar
  • Völlig wartungsfrei
  • Verschiedene Oberflächenstrukturen möglich
  • Sehr modernes Erscheinungsbild
  • Braucht eine passgenaue Montage

Unser Tipp
Wenn Sie ein urbanes, modernes Erscheinungsbild suchen, führt an Aluminium kein Weg vorbei. Der perfekte Partner für zeitgemäße Architektur, im Ökogarten aber eine Fehlbesetzung.

Glas

Material
Ob nun als einzelnes Element oder gleich als ganze Sichtschutzwand – Glas bietet Ihnen ungeahnte Möglichkeiten: Es lässt
Sonnenlicht auf Ihre Terrasse kommen, während Sie gleichzeitig durch das Oberflächendesign steuern können, wie viel
Einblick Sie von außen zulassen.

Das Gute daran

  • Einscheibensicherheitsglas (ESG), also unfallsicher
  • Totaler Windschutz
  • Kaum Schattenwurf, erlaubt Sonne auch hinter dem Sichtschutz
  • Als Schmuckelement mit diversen Systemen kombinierbar
  • Sondermaße möglich

Unser Tipp
Sicht- und Windschutz genießen und dabei den schönen Ausblick erhalten – das kann nur Glas! Der Montageaufwand und der Preis unterscheiden sich kaum von anderen Sichtschutzelementen der Oberklasse.

Kunststoff

Material
Warum sind Fensterrahmen aus Kunststoff? Damit sie absolut pflegefrei, langlebig und passgenau sind. Und das gilt natürlich genauso für Sichtschutzelemente. Wenn Sie also nicht streichen mögen, sollten Sie Kunststoff immer in die engere Wahl ziehen.

Das Gute daran

  • Passgenau
  • Extrem pflegeleicht
  • Verschiedene Designs, Formate, Farben
  • Gut mit Gabionen, Glas und Metall zu kombinieren
  • Lange Garantiezeiträume

Unser Tipp
Keine Berührungsängste: Kunststoff ist ohne Frage eines der besten Materialien für Sichtschutzwände. Die Preise liegen in der oberen Mittelklasse.

Holz

Material
Der Klassiker, typischerweise in Kiefer, Fichte oder Douglasie. Beim Holzschutzverfahren gibt es diverse Optionen, meist besteht die Wahl zwischen einer Kesseldruckimprägnierung oder einer Lasur. Das Holz sollte immer aus zertifizierten Quellen (Beispiel: FSC oder PEFC) stammen.

Das Gute daran

  • Ökologisch, ressourcenschonend
  • Große Auswahl an Formaten und Farben
  • Wird in naturnaher Umgebung nicht als Fremdkörper wahrgenommen
  • Gut zu verarbeiten und ggf. zu reparieren
  • Bei guter Pflege dauerhaft

Unser Tipp
Jedes andere Material muss sich im Vergleich mit Holz bewähren. Das beste Argument für Holz sind Natürlichkeit, überschaubare Kosten und gute Haltbarkeit – wenn auf konstruktiven und chemischen Holzschutz geachtet wird.