Beste Aussichten
Warum Dein Haus neue Fenster braucht!

Fenster tauchen für Hausbesitzer meist erst dann auf der To-Do-Liste auf, wenn es durch den Rahmen zieht, die Scheibe anläuft oder der Beschlag kaputt ist. Das ist kurzsichtig, denn Fenster sind mehr als nur die Augen Deines Hauses: Fenster sind eine wichtige Stellgröße für die Energiebilanz. Und der Einbruchsschutz spielt auch immer mit, wenn es um Scheiben, Rahmen und Beschläge geht. Wir haben einmal zusammengestellt, was Du als Haubesitzer rund um Fenster wissen musst.

Begriffe, die Du kennen solltest

Moderne Fenster sind Hightech-Produkte. Sie bilden mit dem Rahmen eine Einheit, die unter anderem nach dem Wärmedurchgangskoeffizienten beurteilt wird. Dabei beschreibt der Uf-Wert den Wärmedurchgangswert des Fensterrahmens. Der Ug-Wert steht für die Verglasung, die Bezeichnung Uw für das ganze Fenster. Maßgeblich waren bisher bei allen Maßnahmen die Energieeinsparverordnungen des Bundes, also die „EnEV 2014“ und die deutlich strengere „EnEV ab 2016“ für Neubauten. Das reicht aber nicht mehr: Gerade wird das noch einmal verschärfte „GEG 2020“ (Gebäudeenergieeinspargesetz, seit November 2020) erstmals in die Praxis umgesetzt. Es besteht also Handlungsbedarf!

Auch Du brauchst neue Fenster!

Fachleute sind sich einig, dass Fenster, die älter als 10 Jahre sind, nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Auch wenn dies vielleicht nicht immer ad hoc bezahlbar ist, ist doch klar, dass Fenster die vor 1995 eingebaut worden sind, in den Container gehören. Durch die Montage neuer Fenster kann man viel Lebensqualität gewinnen und massiv Energie sparen. Im besten Fall sind das bis zu 20 Prozent der Heizkosten. Und beim Schallschutz solltest Du grundsätzlich zum derzeit verfügbaren Maximum greifen. Deine Nachtruhe sollte es Dir Wert sein…

Geld vom Staat für die Renovierung

Es gelten relativ hohe Anforderungen an neue Fenster und deren Montage, wenn man Zuschüsse oder vergünstigte Kredite aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren / Kredit 151 und 152“ beantragen will. Eine umfassende Information vor dem Kauf neuer Fenster ist hier absolut Pflicht. Im BAUHAUS Fachcentrum hilft man Dir weiter. Und das beschränkt sich übrigens nicht nur auf Beratung und Verkauf: Der BAUHAUS Montageservice kann das Aufmaß erstellen und auch die Montage der neuen Fenster übernehmen.

Was für ein Fenster brauchst Du?

Die Lage entscheidet darüber, was für ein Fenstertyp eingebaut wird.

In der Dachschräge geht es um Dachflächenfenster. Neben einem möglichst geringen Uw-Wert ist hier entscheidend, welche Fenstergröße der Dachbalkenabstand überhaupt zulässt. Weitere Kriterien sind auch die Öffnungs- und die Lüftungsmechanik.

Die Rahmen gibt es wie bei konventionellen Fenstern in Holz, Kunststoff, Aluminium oder als Mischformen.

Wichtig: Beim Kauf von Dachflächenfenstern den Sonnenschutz nicht vergessen!

Bei einem konventionellen Fenster in der Fassade ist der Energieverlust die wichtigste Entscheidungsgrundlage: Alte Fenster mit Einfachverglasung weisen z. B. einen Uw-Wert von bis zu 5,9 W/ m2K auf. Doppelt verglaste Fenster bringen es auf ca. 3,0 W/ m2K und moderne Rahmen mit 3-fach-Wärmeschutzverglasung können heute sogar unter 1,0 W/ m2K erreichen.

Generell empfiehlt es sich, hier immer die zur Zeit beste, irgendwie bezahlbare Lösung zu wählen. Schließlich soll so ein Fenster anschließend jahrzehntelang genutzt werden.

Fenster bestellen

Handelt es sich um einen Neubau, ist das sog. Rohbaumaß beziehungsweise die Rohbaulichte - also die vorhandene Öffnung im Mauerwerk - entscheidend. Schwieriger stellt sich die Situation im Altbau dar. Hier sind verschiedene Anordnungen denkbar: Die Fensteröffnung kann innen und außen gleich groß oder auch unterschiedlich sein. Das lässt sich bei eingebautem Fenster oft nur schwer feststellen, da der Außenputz unter Umständen einen Teil des alten Rahmens verdeckt.

Hier solltest Du auf Nummer sicher gehen, um teure Fehlbestellungen zu vermeiden: Hol Dir den Rat vom Fachmann!

Fenstermontage – nichts für Anfänger

Das neue Fenster muss nach Norm „schlagregendicht“ und „nahezu luftdicht“ eingebaut werden. Das erreicht man durch eine fachgerechte Abdichtung der Fuge zwischen Blendrahmen und Baukörper sowie die vollständige Füllung der Zwischenräume mit modernem Dämmmaterial und Fugendichtbändern. Diese verhindert auch die gefürchteten Wärmebrücken zwischen Rahmen und Wänden. Selbstverständlich ist, dass Fenster absolut lot- und waagrecht eingebaut werden wollen.

Eigentlich ist es kein Hexenwerk, ein Fenster in eine bestehende Maueröffnung zu setzen. Aber ein wirklich gutes Ergebnis setzt Erfahrung und Fingerspitzengefühl voraus. Die Beratung im Fachcentrum macht den Unterschied. Und der Montageservice hilft gegebenenfalls mit Rat und Tat.

Einbrecher aussperren

Mehr als zwei Drittel der Einbrecher nehmen ihren Weg ins Haus durch ein Fenster. Hier ist das Geld für die Vorsorge also gut angelegt. Die Sicherheit von Fenstern und Türen wird in sechs Klassen (RC1N bis RB6) mit steigendem Sicherheitsniveau eingeteilt. Massive Schließbleche, eine Vielzahl von Pilzkopfzapfen und ein Aufbohrschutz sind typische Sicherheitsmerkmale.

Generell gilt: Absolute Sicherheit gibt es kaum; es dreht sich darum, den Eindringling so lange aufzuhalten, bis er sich frustriert ein anderes Ziel sucht. Im Fachcentrum oder bei den Präventionsstellen der Kriminalpolizei gibt es detaillierte Beratung.

Dem Fenster einen Rahmen geben

Früher war alles einfacher: Eigenheimbesitzer bekamen Holzfenster, Mieter Kunststofffenster. Das war einmal. Heute kann jedes Rahmenmaterial gewichtige Argumente für sich ins Feld bringen.

Kunststoffrahmen halten 40 Jahre und mehr, sollten aber für höhere Stabilität einen Kern aus verzinktem Stahl oder Aluminium in den Profilen besitzen. Sie sind nahezu wartungsfrei und können leicht sauber gehalten werden. Ein feuchter Lappen reicht oft.
Holzrahmenfenster zeigen eine ebenso lange Lebensdauer, sollten aber alle drei Jahre lasiert bzw. alle 5 Jahre lackiert werden, wenn sie nicht beschichtet sind. Mit ihren natürlichen Wärmedämm-Eigenschaften bieten sie besonders gute Energiewerte.

Moderne Fertigungstechniken haben übrigens dazu geführt, dass heute Fensterrahmen eine längere Lebenserwartung haben als das Glas, das sie in sich tragen. Um so wichtiger, dass man Fenster kauft, deren Verglasung man gegebenenfalls tauschen kann. Was sich nicht angenähert hat, ist die Preisdifferenz zwischen Holz und Kunststoff: Noch immer sind Holzfenster ein gutes Stück teurer als vergleichbare Kunststofffenster, das begehrte Naturmaterial kostet einfach seinen Preis.

Holzrahmen

  • Naturmaterial, nachwachsender Rohstoff
  • Behagliches Erscheinungsbild
  • Atmungsaktiver Rohstoff
  • Viele Formen und Designs möglich
  • Gute Wärmedämmung
  • Teurer als Kunststoff
  • Braucht mehr Pflege

Nachteile:

  • Teurer als Kunststoff
  • Braucht mehr Pflege

Holz-Aluminium-Rahmen

  • Holz-Innenseite wohnlich,
  • Alu-Außenseite witterungsbeständig
  • Ausgezeichnete Dämmwerte
  • Wartungsarm
  • Hohe Stabilität – auch gegen Einbruch

Nachteil:

  • Relativ hohe Anschaffungskosten

Kunstoffrahmen

  • Lange Lebensdauer
  • Leichte Reinigung mit einem feuchten Tuch
  • Kaum Pflegeaufwand für die Technik
  • Extrem viele Designs, Farbenvarianten möglich
  • Preisgünstiger als Holz
  • Sehr gute Wärmedämmung
  • Könnte langfristig ausbleichen

Nachteil:

  • Später farblich nicht mehr veränderbar