Smart Home
Haussteuerung und –Sicherheit per App

Zeit, Tschüss zu sagen: Der klassische Lichtschalter, der Thermostatkopf für die Heizung, der Funksender fürs Garagentor – alles Auslaufmodelle! Die Digitaltechnik rollt die Haus-Steuerung in atemberaubenden Tempo auf. Bald werden sich die Kinder fragen, wie man früher eine Heizung ohne Smartphone programmiert hat. Den Smart Home Systemen gehört die Zukunft!

Was bedeutet eigentlich Smart Home?

Das vernetzte Haus: Eine intelligente, verbundene Steuerung von Haushaltsgeräten und – Einbauten, von Alarmanlage und Videoüberwachung, die mit dem Smartphone auch aus der Ferne gesteuert werden kann. Die Daten werden dabei zwischen den Geräten verschlüsselt über Funk (Achtung: Hier gibt es verschiedene, konkurrierende Standards!) oder die Stromleitung übertragen.

Typische Einsatzorte von Smart Home-Technik

Smart Home Geräte im Überblick

Das Leben mit Smart Home

Das vernetzte System gibt Dir Möglichkeiten, die für unsere Eltern noch Science Fiction gewesen wären: Auf dem Weg nach Hause schon einmal die Heizung hochdrehen, weil es kalt geworden ist? Kein Problem! Vom Urlaubsstrand aus zu Hause das Licht anmachen oder die Rollläden runterfahren? Es braucht nur einen Knopfdruck auf der App. Und dass Du informiert wirst und live verfolgen kannst, wenn sich jemand Deinem Haus nähert – eine Selbstverständlichkeit!

Auch für hilfsbedürftige Menschen eröffnet ein intelligent vernetztes Haus ganz neue Möglichkeiten und Sicherheiten. Schließlich ist Kontakt mit den Angehörigen und Hilfe von jedem Punkt der Wohnung aus möglich.

Der Start in das System

Als erstes solltet Ihr immer festlegen, was Ihr eigentlich mit dem System steuern wollt: Dreht es sich nur um eine isolierte Alarmanlage oder Lichtsteuerung, oder wollt Ihr das ganze Haus digitalisieren? Und diese Planung sollte nicht zu knapp ausfallen, denn das Angebot an Einsatzmöglichkeiten für Smart Home Systeme wächst nahezu stündlich. Es braucht also Luft nach oben. Bietet also der Anbieter, den ich in die engere Wahl ziehe, diese Funktionen an?

Wenn Ihr Euch für ein System entschieden habt, empfehlen wir, mit einem Starterset des Herstellers zu beginnen, welches möglichst viele von den gewünschten Optionen enthält. Damit habt Ihr ein Grundsystem am Start, das perfekt harmoniert und später leicht ausgebaut werden kann.

Die gesamte Technik von einem Hersteller?

Das hängt davon ab, ob Ihr Euch für ein „offenes“ oder ein „geschlossenes“ System entscheidet. Offene Systeme erlauben den Einsatz von Produkten verschiedener Hersteller, geschlossene Systeme verlangen Markentreue, bieten im Gegenzug aber eine weitergehende Funktionsgarantie. Derzeit sind beide Trends stark: Zum einen schließen sich immer mehr Hersteller zu System-Plattformen zusammen, gleichzeitig wächst auch das Angebot an offenen Systemen. Schnittstelle ist immer die Steuereinheit, auch „Gateway“ genannt und natürlich Dein Smartphone.

Voraussetzungen für Smart Home

Ein stabiler Internetzugang zu Hause ist Pflicht, genauso wie ein Smartphone. Weiter müssen die durch Smart Home geschalteten Komponenten natürlich eine externe Steuerung zulassen, sonst könnte man sie maximal mit einer intelligenten Steckdose an- und ausschalten. Generell empfiehlt es sich, bei der Montage eines Smart Home Systems streng nach Montageanleitung vorzugehen. Auch solltet Ihr immer klären, dass die passende App für Euer (Handy-) Betriebssystem verfügbar ist und auch auf Eurem (upgedateten!) Smartphone sicher läuft.

Steuerung über Sprachbefehle

Smart Home hört natürlich auch aufs (gesprochene) Wort: Ganz gleich, ob Eure digitale Ansprechpartnerin nun Amazon Alexa, Google Nest/Assistent oder Apple Pod und Home Kit heißt, die meisten Smart Home Systeme können mittlerweile mindestens teilweise über Sprachbefehle gesteuert werden. Wenn Euch dieses Feature wichtig ist, solltet Ihr aber die Kompatibilität vor Kauf oder gar Montage klären!

Ältere Elektrogeräte smart machen

Eine vernetztes Haus bedeutet nicht, dass Du alle liebgewonnen Elektrogeräte austauschen musst. Eine per Smart Home geschaltete Zwischensteckdose kann jede Waschmaschine, jeden Kaffeeautomaten oder das Flatscreen-TV smart machen. Und das funktioniert in beide Richtungen: Nicht nur Einschalten geht per Netz, auch das Ausschalten. Die brennende Frage, die uns alle schon auf dem Weg ins Büro begleitet hat, „habe ich eigentlich die Kaffeemaschine ausgemacht?“ hat sich ab sofort erledigt. Mit dem Smartphone schaltest Du einfach die entsprechende Steckerleiste von unterwegs aus. Leichter kann man keinen Seelenfrieden erreichen…

Leuchtmittel werden intelligent

Die Smart Home-Technik hält inzwischen sogar in kleinsten Baugruppen Einzug: Selbst einzelne LED-Leuchtmittel können jetzt per Funktechnik angesprochen werden. Das geht soweit, dass einzelne Leuchtmittel nicht nur gedimmt, sondern auch per Funkbefehl ihre Farbe ändern können. In Kombination mit einem sprachgesteuerten Gateway ist es möglich, im Wohnzimmer durch einen einzigen gesprochenen Satz, die Beleuchtung komplett zu verändern oder an- bzw. auszuschalten. Und dafür braucht es keine speziellen Lampen, eine handelsübliche GU10 Fassung reicht bei diesem Beispiel völlig aus.

Der Alarm erreicht Dich überall

Da die Smart Home-Technik ihren Ursprung in der Entwicklung von Alarmanlagen hat, ist das Angebot an Sicherungs-systemen naturgemäß groß: Neben den Kameras (die es nicht nur für innen und außen gibt, sondern auch für eine 360° Innenraum-überwachung) sind Rauch- und Kohlenmonoxid-Melder ein gängiger Standard. Sollte es also in Deiner Wohnung ein Schadensereignis geben, wirst Du überall auf der Welt in Sekundenschnelle alarmiert. Und das gilt mit dem entsprechenden Sensor auch für den leider mindestens so wahrscheinlichen Wasserrohrbruch. Selbst ein lokaler Wetterumbruch, der vielleicht das Einholen der Markise oder das Verschließen der Rollläden fordern würde, kann Dir von Deiner intelligenten Wetterstation gemeldet werden.

Datensicherheit

Alle Hersteller haben sich dem Datenschutz verpflichtet. Trotzdem ist ein System, das Deine Daten nur lokal auf einer Festplatte speichert, zunächst einmal sicherer als ein Datenspeicher im Netz, also in der Cloud. Informiert Euch im Fachcentrum oder auf den Seiten der Hersteller.
Übrigens: Voraussetzung für jeden Datenschutz, egal ob daheim oder in der Cloud, ist ein starkes und regelmäßig geändertes Passwort. Also: Gebt Euch einen Stoß, ändert noch heute alle Eure Passwörter!

Wie geht es weiter?

Die Smart Home Technologie ist eine der größten Wachstumsbranchen weltweit. Täglich gibt es neue Beispiele für intelligente Haustechnik. Schon heute kannst Du Staubsauger und Rasenmäher über Dein Smartphone steuern. Alle Experten sind sich einig: Das Angebot für Smart Home-Komponenten wird in naher Zukunft riesig sein!