Sonnenauge und Blauraute

Die besten
Gartentipps im August

Von Lavendel schneiden bis Kräuter vermehren: In diesem Monat gibt es im Garten und auf dem Balkon einiges zu tun. Was genau, erfährst Du in unseren Gartentipps für den August.

Gartentipps für den Ziergarten im August

Lavendel schneiden Lavendel schneiden

Lavendel nach der Blüte zurückschneiden

Im August sind die meisten Lavendelsorten weitestgehend verblüht. Jetzt ist die richtige Zeit, um beim Lavendel ein zweites Mal im Jahr zur Schere zu greifen.

Schneide Deinen Lavendel dabei um etwa ein Drittel zurück und entferne alle abgeblühten Blütentriebe.

Während der etwas radikalere Frühjahrsschnitt – hierbei wird der Lavendel um gut zwei Drittel eingekürzt – dafür sorgt, dass der Halbstrauch frisch durchtreibt und nicht vergreist, verhindert dieser Nachblütenschnitt, dass die Pflanze unnötig Energie in die Samenbildung steckt. So spart der Lavendel einiges an Kraft und wird im nächsten Jahr wieder reichlich Blüten ansetzen.

Jetzt ist Pflanzzeit für den Zierlauch

Wie viele andere Zwiebelpflanzen auch, kann Zierlauch bereits schon im August gepflanzt werden. Damit sie einen tollen Blickfang im Garten ergeben, pflanzt man großblütige Zierlauch-Sorten am besten einzeln in das Blumenbeet. Alternativ kannst Du auch kleine Dreiergrüppchen bilden.

Damit die Zwiebeln später mindestens 15 Zentimeter unter der Erde liegen, solltest Du ein ausreichend tiefes Pflanzloch ausheben.

Unser Tipp: Ist dein Gartenboden sehr lehmig, kannst du die Blumenzwiebeln mit einer etwa drei bis fünf Zentimeter dicken Drainageschicht aus grobem Sand schützen. Dadurch vermeidest Du, dass es zu Staunässe kommt und Deine Blumenzwiebeln verfaulen.

Mann schneidet Hecke Mann schneidet Hecke

Zweiter Schnitttermin für Laubhecken

Üblicherweise schneidet man Hecken Ende Juni, um den Johannistag am 24. Juni herum, denn dann haben die Gehölze ihre erste Wachstumsphase abgeschlossen.

Starkwüchsige Heckensträucher wie Rot- und Hainbuche oder Liguster treiben nach diesem Schnitt jedoch schnell wieder kräftig durch, weshalb man sie zwischen Mitte August und Anfang September noch ein zweites Mal mit der Heckenschere in Form bringen kann.

Viel später solltest Du sie aber nicht mehr schneiden, da ansonsten die Schnittwunden bis zum Winter eventuell nicht mehr richtig ausheilen können. Auch sollte der Rückschnitt moderat erfolgen. Das hat vor allem optische Gründe, denn durch den Schnitt entstandene größere Lücken und Löcher schließen sich erst im nächsten Frühjahr wieder.

Algen entfernen Algen entfernen

Sommerliche Teichpflege: Algen abfischen

Ist es im Sommer knackig heiß, verwandelt sich der Gartenteich, vor allem flache oder kleine Gewässer, schnell in einen grünen Tümpel. Der Grund: Fadenalgen. Sie lieben warmes Wasser.

Ist der Teich dazu noch besonders nährstoffreich, finden sie Idealbedingungen und breiten sich rasant aus. Damit sich am Teichgrund nicht zu viel Faulschlamm bildet und die Algen den Teich nicht ersticken, solltest Du sie regelmäßig mit einem Rechen oder Algenkescher abfischen.

Aber Vorsicht: In den Algenkissen nisten sich gerne Wasserinsekten und Molche ein. Deshalb solltest Du sie erstmal einen Tag in Ufernähe zwischenlagern, damit die Wassertiere rauskrabbeln können.

Anschließend kannst Du die Fadenalgen entweder auf den Kompost geben oder zum Mulchen von Bäumen und Sträuchern verwenden.

Taglilien schneiden Taglilien schneiden

Pflegeschnitt für verblühte Taglilien (Hemerocallis)

Taglilien sind langlebig, pflegeleicht und äußerst robust, dazu blühen sie in leuchtenden Farben. Kein Wunder, dass sie bei Gärtnern überaus beliebt sind.

Zwar öffnen sich die einzelnen Blüten jeweils nur einen Tag – dieser Tatsache verdanken die Taglilien schließlich ihren deutschen Namen – dafür bilden sich aber den Sommer über immer neue Blütenknospen.

Nach der Blütezeit färbt sich das grasartige Laub oft braun und wird etwas unansehnlich. Deshalb lohnt es sich insbesondere bei frühblühenden Taglilien-Arten und -Sorten, das Laub auf 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden zu kürzen.

In der Folge treibt die Taglilie wieder neue Blätter aus der Basis, sodass zwei bis drei Wochen später schon wieder frisches Grün zu sehen ist.

Iris teilen Iris teilen

Blühfaul gewordene Bart-Iris ausgraben, teilen und neu pflanzen

Je älter Bart-Iris werden, desto blühfauler werden sie. Um sie zu neuen Höchstleistungen anzuspornen und ihnen wieder mehr Vitalität zu geben, kannst Du sie von August bis Oktober, sobald die größte Sommerhitze vorbei ist, durch Teilung verjüngen. Schöner Nebeneffekt: Du bekommst dabei viele neue Pflanzen.

Und so geht’s:

Grab die Pflanze vorsichtig mit einem Spaten oder einer Grabegabel aus.

Dann trennst Du sie mit dem Spatenblatt in handliche Teilstücke. Ist die Pflanze in der Mitte komplett verkahlt, verwendest Du nur die äußeren Partien.

Dann teilst Du mit den Händen oder einem Messer einzelne Stücke des Rhizoms ab.

Wichtig: Sie sollten je einen kräftigen Blattschopf und gesunde Wurzeln haben. Anschließend kürzt Du die Wurzeln um ein Drittel und die Blätter auf 10 bis 15 Zentimeter Länge ein. Nun müssen die Teilstücke nur noch wieder in die Erde. Wichtig: Setze die Rhizome so flach ein, dass sie gerade eben mit Erde bedeckt sind.

Gartentipps für den Nutzgarten im August

Kräuter selbst vermehren

Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel kannst Du im August leicht durch Stecklinge vermehren.

Schneide dazu einfach mehrere, etwa zehn Zentimeter lange Triebspitzen ab. Beide Pflanzen gehören zu den Halbsträuchern, verholzen also im unteren Bereich. Auch der Steckling darf unten schon leicht verholzt sein.

Dann entfernst Du die unteren Blätter und steckst die Stecklinge bis zum Blattansatz in Töpfe oder eine Schale mit Anzuchterde.

Kleiner Tipp: Wenn Du die Stecklinge vorher in etwas Bewurzelungspulver tauchst, erhöht das den Anwachserfolg. Dann sprühst Du den Nachwuchs mit Wasser ein und deckst ihn mit einer Haube oder Folie ab. So bleibt die Luftfeuchtigkeit schön hoch.

Das Ganze stellst Du an einen hellen und warmen Platz in den Garten oder ins Gewächshaus.

Gurken ernten Gurken ernten

Reifende Gurken häufig pflücken

Wer den ganzen Sommer über immer wieder neue Gurken ernten möchte, muss bei der Gurkenernte am Ball bleiben.

Denn hängen die Gurken zu lange an der Pflanze, steckt die Pflanze ihre gesamte Energie in die Versorgung der Früchte und stößt in Folge die nachfolgenden Blüten und junge Früchte ab.

Schlangen- und Minigurken kannst Du jeden zweiten Tag pflücken.

Dass Deine Schälgurken reif sind, erkennst Du daran, dass sich die Schale von Grün nach Gelb verfärbt.

Verwende zum Ernten ein scharfes Messer oder eine Schere und reiße die Früchte nie einfach ab, denn dadurch würdest Du die Ranken beschädigen, was zum Absterben führen kann.

Spinat aussäen Spinat aussäen

Spinat aussäen

Spinat gehört zu den Gemüsepflanzen, die grelle Sonne und Hitze nicht gut vertragen. Deshalb baut man ihn vor allem im Frühjahr und Herbst an.

Sobald die Tage im August kürzer werden, kann man ihn aber wieder aussäen. Jetzt ist die Herbstsorte ‘Matador’ dran.

Vor der Aussaat solltest Du den Boden gründlich lockern und zwei bis drei Liter reifen Kompost pro Quadratmeter in die Erde einarbeiten. Das genügt, um den Spinat bis zur Ernte vier bis sechs Wochen später ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Damit die Samen gut keimen können, muss der Boden frei von Unkraut und feinkrümelig sein.

Ziehe mit einem Pflanzstock eine zwei bis drei Zentimeter tiefe Saatrille und lege die Samen dicht an dicht hinein.

Anschließend schließt Du die Saatrille, drückst die Erde leicht an und wässerst gründlich. Bis zur Keimung muss der Boden feucht gehalten werden.

Kräuter trocknen Kräuter trocknen

Kräuter trocknen als Vorrat für den Winter

Du willst auch im Winter nicht auf das Aroma Deiner Gartenkräuter verzichten? Dann lege Dir doch einen kleinen Vorrat an: Getrocknet sind Thymian, Rosmarin, Salbei und Pfefferminze lange haltbar.

Damit die Kräuter ihre aromatischen Inhaltsstoffe nicht verlieren, ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Bei vielen Arten ist das Aroma vor der Blüte am intensivsten.

Schneide die Kräuter an einem trockenen Vormittag, schüttle eventuell anhaftenden Schmutz ab und binde die Stängel zu Bündeln zusammen. Diese hängst Du an einem luftigen, schattigen und regengeschützten Platz auf. Rascheln die Blätter und brechen leicht, sind sie komplett durchgetrocknet und können zur weiteren Lagerung in einen sauberen, dunklen Behälter gefüllt werden.

Kräuter wie Basilikum oder Dill, die sich nicht zum Trocknen eignen, kannst Du alternativ in Essig oder Öl einlegen und das Aroma so konservieren. Dazu bedeckst Du die Kräuter einfach mit Essig oder Öl, lässt sie zwei bis drei Wochen stehen und seihst das Ganze anschließend durch ein Tuch ab. Zwischendurch Umrühren nicht vergessen!

Gartentipps für Balkon und Terrasse im August

Kübelpflanzen gießen Kübelpflanzen gießen

Erfrischende Dusche für Kübelpflanzen

Stehen Kübelpflanzen im Sommer in der prallen Sonne, lassen sie – vor allem Blattpflanzen wie der Trompetenbaum (Datura) oder die Echte Feige – schnell mal die Blätter hängen.

Aber auch im Schatten stehende Pflanzen, zum Beispiel Fuchsien, leiden unter der sommerlichen Hitze. Eine gelegentliche Dusche mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne, am besten in den Abendstunden, ist eine regelrechte Frischekur!

Wichtig: Stelle den Strahl des Gartenschlauchs möglichst weich ein und stecke bei Gießkannen immer die Brause auf – ein zu harter Wasserstrahl könnte die Blätter verletzen. So erhöhst Du die Luftfeuchtigkeit und die Kübelpflanzen sehen im Nu wieder frisch aus. Gleichzeitig befreist Du dabei auch die Blätter von Staub – Deine Pflanzen werden es Dir danken!

Blühendes Wandelröschen Blühendes Wandelröschen

Wandelröschen zu längerer Blüte anregen

Das Wandelröschen (Lantana) ist ein echter Dauerblüher unter den Kübelpflanzen – an geschützten Standorten ist sogar eine Blüte bis in den Herbst hinein möglich.

Um die Blütezeit bis in den Oktober zu verlängern, muss man aber einen kleinen Trick anwenden. Nach der Blüte bildet das Wandelröschen grüne Steinfrüchte, die wie kleine Beeren aussehen. Diese solltest Du so schnell wie möglich abschneiden und auch verwelkte Blüten gleich entfernen.

Der Grund: Das Ziel der Pflanze ist es, durch die Samen für ihre Fortpflanzung zu sorgen. Hat sie diese gebildet, hat sie ihr Ziel erreicht und investiert keine Kraft mehr in die Bildung neuer Blüten.