Hunde und Katzen im Garten halten:
Die besten Tipps

Haustiere lieben ihren Garten mindestens genau so sehr wie Herrchen und Frauchen. Mit diesen Tipps & Tricks kannst Du Hunde und Katzen sicher darin halten.

Möchtest Du Deinen Garten tierfreundlich und vor allem sicher für Deinen Liebling gestalten, gibt es in paar Dinge zu beachten:


Tiere schützen

Das Wichtigste ist, auf den Einsatz von bedenklichen Pflanzenschutz- und Düngemitteln zu verzichten. Auch Giftpflanzen sollte man vermeiden. Für Tiere lauern hier wesentlich mehr Gefahren als für den Menschen. Selbst bei Gemüse und Obst sollte man vorsichtig sein und sie besser außerhalb ihrer Reichweite in Hochbeeten kultivieren.

Hund mit Gartenhandschuhen im Maul Hund mit Gartenhandschuhen im Maul

Spieltrieb fördern

Gezielt fördern kann man dagegen den Spiel-, Tast und Erkundungstrieb der Vierbeiner. Unterschiedliche Bodenbeläge wie Sand-, Kies- oder Steinflächen sind nicht nur eine Wohltat für die Pfoten, sondern laden auch zum Dösen ein. Dabei stehen kühle Steinplatten im Hochsommer ebenso hoch im Kurs wie Natursteinmauern, die an Herbstabenden eine angenehme Restwärme abgeben. Letztere sorgen zudem für Erhebungen im Gelände, die bei beiden gleichermaßen beliebt sind. Mauern und Zäune dienen als Aussichtspunkte und laden zum Klettern und Balancieren ein. Katzen schätzen zudem Bäume und Sträucher, an denen sie ihre Krallen wetzen und ihr Revier markieren können. Ebenfalls großen Anklang finden Wasserstellen wie Bachläufe oder Gartenteiche. Nicht unterschätzen sollte man hierbei den Jagdinstinkt der Fellnasen. Katzen machen unter anderem Jagd auf Maulwürfe, auf Fische im Teich oder auf Vögel. Futterstellen und Nistkästen sollten daher in einer Höhe von mindestens 1,5 Metern angebracht werden.

Die richtige Pflanzenwahl

Bei der Pflanzenauswahl kann man berücksichtigen, dass wenn Du Hunde im Garten hältst, sie gerne ihre Nasen überall hineinstecken. Lege ein paar Beete mit Kräutern und Duftpflanzen an. Und auch Katzen werden von dem Geruch von zum Beispiel Katzenminze wie magisch angezogen. Verrichten sie allerdings ihr Geschäft in Blumentöpfen oder Beeten, heißt es schnell aktiv werden: Gewöhne es ihnen durch entsprechende Erziehung am besten schon im zarten Kätzchenalter ab.

Das ist außerdem wichtig bei der Haltung von Hunden und Katzen in Deinem Garten

Katze schnuppert an Katzenminze Katze schnuppert an Katzenminze

Katzengras pflanzen

Während Miezen an Katzenminze nur liebend gerne schnuppern, hält sie das Fressen von Katzengras gesund: Es hilft ihnen dabei, unverdauliche Haarballen hervorzuwürgen.

Hund und Rasensprenger im Garten Hund und Rasensprenger im Garten

Rasensprenger zur Abkühlung

Ihre Körpertemperatur regulieren Hunde fast ausschließlich durch Hecheln. Ein Rasensprenger sorgt da für willkommene Erfrischung.

Kompost im Garten abdecken Kompost im Garten abdecken

Kompost abdecken

Speisereste können eine verführerische Anziehungskraft auf Hunde entwickeln: Decke Deinen Kompost besser mit einer stabilen, aber luftdurchlässigen Matte ab, zum Beispiel aus Bambus oder Schilfrohr. So kannst Du Hunde ohne Probleme im Garten halten.

Kompost anlegen
Katze trinkt aus Brunnen Katze trinkt aus Brunnen

Vorsicht bei Gartenteichen

Wasserstellen sind perfekt zum Trinken. Doch Vorsicht mit Fischen! Am Gartenteich verwandelt sich der Stubentiger nicht selten in einen höchst geschickten Angler. Behalte dies im Hinterkopf, wenn sich Katzen in deinem Garten aufhalten.

Gartenteich anlegen
Katze auf einer Bank im Garten Katze auf einer Bank im Garten

Ein gemütliches Plätzchen

Ein schönes Plätzchen wissen Miezen sehr zu schätzen. Vor allem erhöhte Standorte haben es ihnen angetan: Von dort haben sie ihr Reich wunderbar im Blick und können genau beobachten, was um sie herum geschieht.

Hochbeete im Garten Hochbeete im Garten

Naschen verboten

Gemüse, Kräuter und Obst lassen sich „hundesicher“ im Hochbeet oder abdeckbaren Frühbeet anbauen.

Gemüseanbau im Hochbeet

Weitere Tipps für die Haltung
von Hund & Katze in Deinem Garten

Vorsicht: Giftige Gefahrenquellen

Viele der gängigsten und beliebtesten Gartenpflanzen sind gefährlich, teils sogar tödlich für Tiere. Und obwohl diese in der Regel über gut entwickelte Instinkte verfügen, ist es sicherer, ganz auf sie zu verzichten. Neben Engelstrompete und Oleander (Fotos) zählen unter anderem Rizinus, Eisenhut, Pfaffenhütchen, Goldregen, Seidelbast, Herbstzeitlose und Eibe zu den Giftpflanzen. Weiterführende Infos erhälst Du zum Beispiel beim Deutschen Tierschutzbund e. V.

Garten- oder Terrassenschrank

Gartenschränke und Gartenboxen bieten viel Stauraum und machen scharfkantige oder spitze Werkzeuge, Dünger und Pflanzenschutzmittel unerreichbar für Hunde und Katzen. Wähle ein Modell, das sich absperren lässt, und halte die Türen stets geschlossen!

Sorgenfrei düngen

Nährstoffe brauchen Pflanzen natürlich auch in den Gärten von Haustierbesitzern. Unbedenklich sind biologische Dünger wie Kompost und stärkende Pflanzenjauchen. Dasselbe gilt in der Regel für organische Gartendünger. Bei mineralischen Rasendüngern sollte man dafür sorgen, dass die Körnchen vollständig durch den Rasen gerieselt sind und auf der Grasnarbe aufliegen. Erfahrungsgemäß ist das nach einer gründlichen Bewässerung oder einem ergiebigen Regenschauer der Fall. Zur Sicherheit kannst Du noch den nächsten Rasenschnitt abwarten, bevor das Grün wieder zur Spielwiese wird.