Pflastersteine

Selbst pflastern:
So verlegst Du Pflastersteine im Garten

Was haben gepflasterte Wege, Einfahrten, Stellplätze fürs Auto oder auch Terrassen gemeinsam? Sie alle bieten einen sicheren und sauberen Gang. Wie das geht? Mit Pflastersteinen!

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Natursteine als Gehweg Natursteine als Gehweg

Aber besonders Gartenwege sollen nicht nur einen sicheren, trockenen und sauberen Gang ermöglichen, sondern auch optisch ansprechend wirken – egal ob vor dem Haus, um das Haus herum oder im Garten. Dafür bedarf es der richtigen Verlegung von Pflastersteinen – und die gelingt Dir ganz einfach selbst! Keine Panik: Das geht einfacher, als Du wahrscheinlich denkst!

WIe verlegt man einen Pflasterweg selbst? Was kommt davor und währenddessen auf Dich zu? Wir zeigen Dir, wie Du beim Verlegen von Pflastersteinen vorgehst – selbstverständlich mit Anleitung und allem, was Du wissen musst. Begehe einfach mal neue Wege, wir helfen Dir dabei!

Was muss ich vor dem Pflastern beachten?

Du solltest Dich gut vorbereiten, bevor Du mit dem Pflastern in Deinem Garten, auf Deiner Terrasse oder Deiner Einfahrt beginnst. Schließlich möchtest Du, dass das Pflastern reibungslos verläuft und Du mit Deinem Ergebnis zufrieden bist. Und einmal festverlegt ist es schwer, das Ergebnis zu verändern. Wir zeigen Dir, was Du vor dem Pflastern beachten solltest.

Hier ist unsere Anleitung:

Pflastern vorbereiten Pflastern vorbereiten

Die Vorbereitung

Bevor Du Dich im Fachcentrum auf die Pflastersteine stürzt, analysiere zunächst die Art, Form, Länge und Breite Deines neuen Pflasterweges. Stecke am besten Deinen zukünftigen Weg erst einmal mit Pflock und Seil ab. Wo soll er herführen? Überprüfe dabei, ob Du die gesamte Strecke entlang mindestens 30 cm in die Tiefe graben kannst – das ist nämlich für den anschließenden Schichtaufbau notwendig.

Stelle Dir außerdem ein paar Fragen: Wird der Weg später auch mit dem Auto befahren? Soll das Pflaster wasserdurchlässig verlegt werden? Habe außerdem im besten Fall genaue Vorstellungen im Kopf, wie Dein Pflasterweg aussehen sollte.

Lieferung der Pflastersteine Lieferung der Pflastersteine

Die Lieferung

Du hast alles vermessen und bist vorbereitet? Dann kannst Du im Fachcentrum passende Steine bestellen. Kläre bei der Bestellung, wie die Steine zu Dir geliefert werden. Privatautos kommen hier schnell an ihre Belastbarkeitsgrenze. Ein Quadratmeter Granit-Pflaster wiegt eine Vierteltonne!

Damit die Arbeit kein übertriebener Kraftakt wird, sollte auch der Materialtransport vom Straßenrand zur Baugrube auf Dein Grundstück vorab geklärt sein. Schließlich wirst Du es sicherlich mit größeren Mengen an Steinen, Splitt und Sand zu tun haben.

Pflastern Pflastern

Das Pflastern

Pflastern ist körperlich ganz schön anstrengend. Suche Dir dafür am besten ein paar Helfer, die tatkräftig bei der Verlegung mit anpacken – dann ist die Arbeit schneller getan und macht auch gleich mehr Spaß! Außerdem passieren bei Zusammenarbeit seltener Unfälle im Garten . Doch die Unterstützung von Familie, Freunden oder Bekannten beim Verlegen alleine reicht nicht, Du benötigst zum Anlegen und Pflastern auch die Hilfe von passenden Kabel-, Motor- oder Geräten mit Akku-System – beispielsweise eine motorbetriebene Rüttelplatte. Auch um den Einsatz eines Steinknackers kommst Du beim Pflastern nicht drum herum.

Welche Materialien kann ich zum Pflastern wählen?

Ganz egal ob Beton-, Ton- oder Naturstein, die Auswahl an verschiedenen Materialien von Pflastersteinen eröffnet Dir individuelle Gestaltungsmöglichkeiten:

Betonspflastersteine Betonspflastersteine

Beton

Pflastersteine aus Beton sind schon längst nicht mehr einfallslos, denn es gibt sie in verschiedensten Farben und Formen sowie mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Besonders toll: Die Farbpigmente von Betonsteinen sind meistens witterungs- und UV-stabil, was eine lange Haltbarkeit und Farbbeständigkeit garantiert. Außerdem sind sie günstig und leicht anzulegen und zu verlegen.

Tonpflastersteine Tonpflastersteine

Ton

Pflastersteine aus Ton sind klassische Backsteine wie Du sie kennst – meist hellrot, offenporig und relativ weich. Auch sogenannte Klinker werden aus Ton gefertigt. Sie werden bei höherer Hitze gebrannt und sind deshalb frostfester, widerstandsfähiger, weniger offenporig. Dadurch nehmen sie im Gegensatz zu Backsteinen kein Wasser auf. Klinker sind oftmals im klassischen Rot oder auch in Ockergelb, Bläulich-Grau oder Violett erhältlich. Sie sind allerdings oftmals nicht exakt gleich groß und können nicht ohne Fugen verlegt werden. Das Pflastern kann hier etwas kniffliger werden.

Natursteinpflastersteine Natursteinpflastersteine

Naturstein

Naturstein ist absolut farbbeständig und aufgrund seines natürlichen und dezenten Looks sehr beliebt. Allerdings ist Naturstein nicht immer lange haltbar. Während Granit, Porphyr und Basalt mehr oder weniger als unzerstörbar gelten, ist Sandstein dagegen etwas empfindlicher, da es sich um versteinerten Sand handelt. Er besitzt außerdem häufig große Poren und nimmt deshalb leicht Schmutz und Flecken an.

Ein Tipp von uns: Achte beim Kauf von Naturstein auf die Herkunft. Lass lieber die Finger von billiger Ware aus Asien und greife zu teurerer Ware aus Mitteleuropa. Keine Sorge: Du musst trotzdem nicht tief ins Portemonnaie greifen. Granit-Kleinpflaster ist oftmals sehr günstig erhältlich, Marmor hingegen gilt als einer der teuersten Natursteine. Ein Tipp: Da Naturstein allgemein hochpreisiger ist, raten wir Dir, Dich für ein schlichtes, zeitloses und farbneutrales Modell zum Pflastern zu entschieden – das wird Dir sicherlich auch noch Jahrzehnte später gefallen.

Welche Verlegemuster gibt es beim Pflastern?

Beim Pflastern und Verlegen kannst Du ganz nach Deinem Geschmack zwischen verschiedenen Möglichkeiten und einigen Mustern entscheiden – eins anspruchsvoller als das andere. Aber keine Sorge: mit etwas Geschick und nützlichen Tipps gelingen Dir alle davon!

Welche Muster sich zum Pflastern für welche Flächen eignen, erklären wir Dir in dieser Anleitung:

Blockverband Blockverband

Blockverband

So pflasterst Du im Blockverband-Stil: Du setzt zwei Steine parallel als Block und die nächsten beiden legst Du in entgegengesetzter Richtung an, sodass sich eine Art Schachbrettmuster ergibt. Das gelingt Dir ganz einfach – besonders wenn Du die Wegbreite auf das Blockmaß ausrichtest und es dadurch keinen Verschnitt gibt.

Läuferverband Läuferverband

Läuferverband

Dieses Muster gilt als gängigste Verlegeform zum Pflastern und ist für alle Pflasterformate anwendbar. Die Steine werden immer versetzt angelegt – wie bei einer Mauer. Dabei ist je nach Verlegerichtung kaum Verschnitt nötig. Dieses Verlegemuster garantiert eine hohe Stabilität, da beim Verlegen keine Kreuzungen entstehen.

Flechtverband Flechtverband

Flechtverband

Für das Pflastern des Flechtverbands benötigst Du zwei Steingrößen, um kleine Lücken zu füllen. An einen senkrecht gesetzten Stein wird einer mittig waagerecht gelegt – und umgekehrt. Die Steine werden beim Pflastern sozusagen miteinander „verflochten“.

Fischgrätverband Fischgrätverband

Fischgrätverband

Beim Fischgrätverband werden rechteckige Steine wechselseitig waage- und senkrecht aneinandergereiht bzw. gegenläufig aneinandergestoßen, sodass ein diagonales Muster entsteht. Es eignet sich gut für befahrene Flächen wie Einfahrten, ist aber mit hohem Zuschnittaufwand verbunden.

Wilder Bruchstein Wilder Bruchstein

Wilder Bruchstein

Hierbei handelt es sich um eine aufwendige Verlegeart, da die unregelmäßigen Steine im Verlauf genau ausgesucht oder angepasst werden müssen. Die Fugen bleiben bei diesem Muster offen.

Wilder Betonstein Wilder Betonstein

Wilder Betonstein

Zum Pflastern dieses Musters werden verschiedene Steinformate ohne Richtungsbetonung miteinander verlegt. Hierdurch entstehen interessante Optiken. Du bist also völlig frei und kannst Dich kreativ austoben! Dein Endergebnis wird aussehen wie kein anderes.

Kreismuster Kreismuster

Kreismuster

Beim Pflastern von Kreismustern startest Du mit einem Quadrat aus vier Steinen in der Mitte und platzierst die Steine drum herum in Kreisform. Das Muster kann alleine liegen oder auch auf Pflasterflächen integriert werden. Definitiv ein optischer Hingucker!

Schuppenmuster Schuppenmuster

Schuppenmuster

Das Schuppenmuster bringt Schwung und Dynamik in jeden Garten! Für die attraktive und aufwendige Optik werden die äußeren Steine zuerst ausgelegt und dann wird bogenweise in Kreisform nach unten gearbeitet, sodass die Steine immer kleiner werden.

Segmentmuster Segmentmuster

Segmentmuster

Die Steine werden ähnlich wie beim Schuppenmuster angelegt, nur nicht in Halbkreisbögen. Auch hier solltest Du beim Pflastern unbedingt von außen nach innen arbeiten. Auch dieses Muster wirkt nicht statisch, sondern schwungvoll und lebendig.

Wie verlege ich Pflastersteine?

Nach gründlichem Vorbereiten geht es ans Eingemachte: Die Verlegung. Mit dieser Anleitung und ein paar Tipps und Tricks gelingt Dir das Verlegen Deiner Pflastersteine im eigenen Garten Schritt für Schritt ganz problemlos.

Vorbereitungen und nötiges Material

  • Schotter
  • Splitt
  • Sand
  • eine Rüttelpalette
  • Palisaden
  • Rohre
  • Schnüre
  • einen Steinknacker
  • einen Besen
  • eine Gummiplatte
  • natürlich die Pflastersteine

Frostschutz verteilen

Nachdem Du Deinen Pflasterweg um mindestens 30 cm ausgegraben und die Erde ausgehoben hast, verteile im ersten Schritt eine dünne Schicht Frostschutz, der aus Schotter oder einem Schotter-Splitt-Sand-Gemisch besteht, auf der gesamten pflasternden Fläche und verdichte ihn mit der Rüttelplatte. Diese dient als Sauberkeitsschicht, damit Du eine gute Grundlage für die anschließenden Arbeiten hast. Setze anschließend Palisaden als Randbegrenzung und Spritzschutz. Verteile danach eine weitere Schicht Frostschutz und verdichte ihn.

Rohre verlegen und Splitt verteilen

Verlege nun Rohre zum Abziehen des Splittbettes. Wähle den Abstand so, dass die Abziehlatte beim Abziehen auf beiden Seiten sicher aufliegt. Sehr praktisch: Lange Rohre ermöglichen das Abziehen der Fläche in einem Zug. Wenn Du die Rohre ausgerichtet hast, verteilst Du die untere Tragschicht Splitt. Schütte an mehreren Stellen die erste Tragschicht Splitt über die Rohre, sodass kleine Hügel darüber entstehen. Ziehe die Rohre dann hoch und richte sie an den gespannten Schnüren aus.

Entferne im nächsten Schritt die gespannten Schnüre und verteile die zweite Tragschicht Splitt auf der gesamten Fläche. Fülle die Zwischenräume soweit auf, dass Du den Splitt über die Rohre abziehen kannst. Wichtig ist, dass keine Vertiefungen oder Hügel entstehen und die gesamte Fläche eben ist. Achte beim Verlegen des Splitts darauf, dass Du das Splittbett nicht betrittst! Bringe vor dem Abziehen der oberen Tragschicht ein Pflasterbett ein aus Sand , feinem Splitt oder Kies, damit das Regenwasser später versickern kann.

Pflastersteine verlegen

Spanne nun eine Schnur exakt im rechten Winkel zu den Palisaden. Setze nun daran die erste Reihe Pflastersteine. Je nach Verlegemuster wird diese nicht parallel zur Garagenkante, sondern im rechten Winkel zu den Palisaden oder Randsteinen verlegt – das erspart Arbeit beim Zuschneiden. Lege die erste Reihe Pflastersteine entlang der Schnur ins Splittbett, ohne sie festzuklopfen. Lege sie dicht aneinander, der nötige Fugenabstand entsteht durch die Auswölbungen an den Steinen.

Verlege im nächsten Schritt weitere Steinreihen und kontrolliere jede einzelne davon mit Richtlatte und Winkel, damit wirklich alle Reihen gerade verlaufen. Wenn die komplette Fläche verlegt ist, werden die Passstücke für die Lücken mit einem Steinknacker geschnitten. Die geschnittenen Steine werden an den Rändern und in der ersten Reihe verlegt.

Pflastersteine verfugen und Fläche reinigen

Jetzt steht das Verfugen an. Verteile den Fugensand gleichmäßig auf der Pflasterfläche und kehre ihn in die Fugen ein. Fege mit einem Besen über die Fugen, damit der Sand auch in den Fugen bleibt. Zum Schluss solltest Du nur noch die Fläche komplett reinigen und den überschüssigen Sand sammeln – den brauchst Du später noch.

Im letzten Schritt unserer Anleitung rüttelst Du die Fläche mit der Rüttelplatte ab – verwende am besten eine Gummiplatte unter der Rüttelplatte, damit die neuen Pflastersteine nicht beschädigt werden. Hierdurch werden die Höhenunterschiede der Pflastersteine ausgeglichen. Achte außerdem darauf, dass keine Fugenmaterialreste mehr auf der Fläche liegen – hierdurch könnten die verlegten Pflastersteine beschädigt werden. Nach dem Abrütteln setzt sich auch der Fugensand. Kehre deshalb erneut Fugensand ein – auf die gleiche Weise wie beim ersten Verfugen. Fertig ist Deine gepflasterte Fläche!