
Anleitung: Igelhaus
selber bauen
Igel beginnen spätestens Ende November mit dem Winterschlaf. Dafür suchen sie sich ein Winterquartier. Das kann zum Beispiel ein Reisighaufen sein, ein leerer Baumstumpf, oder ein Komposthaufen.
Wenn Du den Igeln in Deinem Garten helfen möchtest, sicher über den Winter zu kommen, kannst Du ihnen auch ein Igelhaus anbieten.
Das Igelhaus schützt die stacheligen Gartenbewohner nicht nur vor der Kälte, sondern auch vor überraschenden Angriffen anderer Tiere im Winterschlaf. Hier zeigen wir Dir, wie Du ein Igelhaus bauen kannst.

Das brauchst Du, um ein Igelhaus zu bauen
Benötigtes Material:
- Siebdruckplatte 38 x 72 cm, 15 mm dick (Dach)
- 2 Leimholzplatten Kiefer 30 x 30,3 cm, 18 mm dick (Seitenwände)
- 1 Leimholzplatte Kiefer 30,3 x 56,4 cm, 18 mm dick (Front)
- 1 Leimholzplatte Kiefer 25 x 56,4 cm, 18 mm dick (Rückseite)
- 1 Leimholzplatte Kiefer 30 x 14,4 cm, 18 mm dick (Katzen-Schutzwand)
- 1 Stangenscharnier, rostfrei, 900 x 32mm.
- 1 Paket Spanplattenschrauben, 4 mm Durchmesser, 4 cm Länge
- 1 Paket Spanplattenschrauben, 2,5 mm Durchmesser, 1,3 cm Länge
- Holzschutz-Öl-Lasur für Außen
Wichtiges Werkzeug:
- Akkuschrauber mit Bits
- Handkreissäge mit verstellbarer Grundplatte
- Stichsäge mit Normal- und Kurvenblatt für Holz
- Tischlerwinkel
- Metallsäge
- Zirkel, Zollstock, Geodreieck, Bleistift
- Flachpinsel
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Seitenwände des Igelhauses zurecht sägen
Als erstes schrägst Du die beiden Seitenwände an, damit das Dach des Igelhauses später seine geplante Schräge erhält.
Dazu zeichnest Du Dir mit Geodreieck und Bleistift eine schräge Linie im Winkel von 10 Grad und sägst an ihr entlang. Die beiden Seitenteile sollten jetzt vorne höher als hinten sein.
Anschließend schrägst Du die oberen Kanten von Front und Rückseite an. Dazu stellst Du die Handkreissäge auf 10 Grad ein und sägst die Gehrung.

Öffnung des Igelhauses aussägen
Als nächstes bekommt die Hausfront ihr Eingangsloch. Zeichne dazu mit 4 cm Abstand zur linken Außenkante den Eingang mit Zirkel und Zollstock an. Eine Öffnung von 12 x 15 cm reicht für die meisten Igel aus.
Säge die Öffnung langsam und genau mit der Stichsäge aus (ohne Pendelhub). Falls nötig, verwende für die saubere Rundung oben ein Kurvensägeblatt.

Holz des Igelhauses lasieren
Bevor Du das Igelhaus zusammenbaust, solltest Du alle Kiefernholz-Teile mit einer geruchsarmen Bio-Lasur überziehen. Das schützt später vor Feuchtigkeit. Auch ein Anstrich mit Leinöl ist möglich.
Am besten machst Du zwei Anstriche, damit die Oberfläche gut geschützt ist.

Korpus des Igelhauses zusammenschrauben
Jetzt kannst Du auch schon den Korpus zusammenschrauben. Am Besten verwendest Du dafür selbstschneidende Schrauben (sogenannte Spax). Falls du keine hast, solltest Du die Löcher vorbohren. So verhinderst Du, dass das Kiefernleimholz am Rand ausbricht und Dein Igelhaus instabil wird.

Katzen-Schutzwand fixieren
Im nächsten Schritt wird die Katzen-Schutzwand fixiert. Dazu bohrst Du vier Schrauben von außen in die schmale Seite der Schutzwand. Damit Du diese auch sicher triffst, solltest Du vorab ein Lot fällen und eine Linie anzeichnen.

Dach des Igelhauses bauen
Die Siebdruckplatte für das Dach ist extrem stabil und witterungsfest, sie muss nicht vorbehandelt werden.
Jetzt bringst Du an ihr das Scharnier an, das als Verbindung zum Korpus dient. Dazu das Scharnier ggf. mit einer Eisensäge auf das passende Maß kürzen. Anschließend genau anzeichnen, wo es auf der Siebdruckplatte sitzen wird.
Mit dem Handbohrer die harte Siebdruckplatte vorbohren, danach das Scharnier mit den kurzen Schrauben zunächst nur auf der Seite fixieren, die näher zum Rand der Platte liegt.

Dach des Igelhauses fixieren
Jetzt den Korpus umgedreht auf die Siebdruckplatte stellen, am Scharnier ausrichten und das Ganze verschrauben.
In dem weichen Holz des Igelhauses musst Du nicht vorbohren.

Igelhaus im Garten aufstellen
Das Igelhaus ist fertig – jetzt kann es in den Garten umziehen. Die Igel warten schließlich schon auf ihr neues Winterquartier.
Wenn Du den Stellplatz ausgewählt hast, achte auf den Holzschutz: Das Haus soll möglichst wenig Kontakt zu feuchtem Boden oder gar Gras haben. Dazu kannst Du es mit Leisten und Keilen unterfüttern oder das Haus auf ein trockenes Kies-Bett stellen.

Igelhaus mit Blättern und Reisig isolieren
Wenn Du möchtest, kannst Du das Haus jetzt noch mit Blättern und Reisig isolieren und tarnen. Jetzt ist es bereit zum Einzug.
Um die Versorgung ganzheitlich zu gewährleisten, solltest Du in unmittelbarer, aber geschützter Nähe des Igelhäuschens stets frisches Wasser und etwas Futter bereitstellen. Igel können während des Winterschlafs aufwachen und müssen ihre Reserven dann kurzfristig auffüllen können. Dazu eignet sich am besten ein zweiter kleiner Unterschlupf.
Wichtig ist auch, dass Du den Deckel nicht ständig lüftest, um zu schauen, ob darin ein Igel schläft.