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So sieht ein bienenfreundlicher Garten aus
Ein bienenfreundlicher Garten ist wichtig. Die Bienen schenken uns Honig, sind aber auch für die Bestäubung von Pflanzen unverzichtbar. Ohne sie gäbe es kaum Gemüse und Obst. Ihr Fleiß und ihre Leistung sind schon sprichwörtlich – und ein Vorbild für uns alle. Es gibt also viele Gründe für einen bienenfreundlichen Garten.
BAUHAUS engagiert sich gegen das Bienensterben. Und Du kannst das auch! Schon mit einfachen Mitteln kannst Du Deinen Balkon, das Gewächshaus oder den Garten bienenfreundlicher gestalten. Wir verraten Dir, wie Du Insekten wie Wildbienen in Deinen Garten lockst.


So gestaltest Du Deinen Garten bienenfreundlich
Die Basics für den bienenfreundlichen Garten sind klar:
- eine große Vielfalt einheimischer Pflanzen
- Blühzeitpunkte von früh bis spät im Jahr
- Blumen mit ungefüllten Blüten
Es gibt aber noch ein paar weitere Tipps, um Bienen zu unterstützen:
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Eine Kräuterspirale bietet Bienen Nahrung. Sie ist außerdem ein bienenfreundlicher Unterschlupf zwischen den Steinen.
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Efeu verleiht der Fassade nicht nur eine wildromantische Optik, sondern ist im Spätsommer und Herbst auch eine willkommene Pollenquelle für Bienen. Hier finden die Tiere reichlich Nahrung.
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Obstbäume und Beerensträucher sind unverzichtbare Partner für die Bestäubung durch Bienen.
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In den diversen Malven-Gattungen finden Bienen reichlich Pollen und Nektar – einige Arten der Insekten übernachten sogar in den bienenfreundlichen Blüten.
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Ein Miniteich zieht zahlreiche Insekten an und bietet eine gerne genutzte Wasserquelle.
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Baumaterial für Nisthilfen: Wo Bienen kleine Steinchen, Pflanzenreste, Holzschnipsel, Lößlehm etc. finden, nisten sie sich gerne ein.
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Du hast nur einen Balkon? Auch hier ist Sortenvielfalt für eine bienenfreundliche Gestaltung wichtig – z. B. mit „Weißem Willi“, Kapuzinerkresse, Wandelröschen, Verbene und Fächerblume. Wer Platz hat, kann in direkter Nähe Nisthilfen anbringen.
Bevor Du bienenfreundliche Pflanzen bei Dir im Garten ansiedelst, findest Du idealerweise heraus, welche Bienen bei Dir überhaupt unterwegs sind. Nicht alle Wildbienen besuchen die gleichen Pflanzen. So kannst Du noch besser für ein üppiges Angebot sorgen.
6 Sommerpflanzen, die Bienen Nahrung bieten:


Garten-Blüten-Salbei
Lateinischer Name: Salvia nemorosa
Aus dem Augenwinkel erinnern die violetten Blüten des Garten-Blüten-Salbei ein wenig an Lavendel. An dieser Pflanze haben nicht nur die Bienen lange Freude, sondern auch Hobbygärtner: Die Blütezeit dauert von Mai bis September.
In dieser Zeit sorgt der Salbei für einen intensiven Farbtupfer. Er freut sich über einen sonnigen Standort und ist winterhart.


Gelber Sonnenhut
Lateinischer Name: Rudbeckia fulgida
Mit leuchtendem Gelb macht der Gelbe Sonnenhut auf sich aufmerksam. Dabei ist die Pflanze besonders pflegeleicht.
Sie freut sich über einen sonnigen Standort und blüht von Juli bis September. Keine Sorge vor niedrigen Temperaturen: Der Gelbe Sonnenhut gehört zu den bienenfreundlichen Pflanzen, die winterhart sind.


Dahlia
Die Dahlia kommt in vielen Farben und Blütenformen daher – hier findet jeder seine persönliche Lieblingsvariante.
Insekten erfreuen sich an den bienenfreundlichen Dauerblühern auf dem Balkon und im Garten von Juni bis zum ersten Frost. Im Winter holst Du die Knollen der Dahlia aus dem Boden und überwinterst sie kühl und trocken.


Roter Sonnenhut
Lateinischer Name: Echinacea purpurea
Der Rote Sonnenhut ist eine beliebte Garten- und Strukturpflanze für den sonnigen Standort.
Mittlerweile ist der Name manchmal irreführend, denn es gibt auch Züchtungen mit weißen, gelben oder rosafarbenen Blüten.


Garten-Thymian
Lateinischer Name: Thymus vulgaris
Thymian vermutet man normalerweise eher im Gewürzregal. Aber auch Insekten wie die wichtigen Wildbienen erfreuen sich an dieser Kräuterpflanze, denn sie liefert besonders viel Nektar. Und ganz nebenbei hat auch der Hobbygärtner etwas davon.


Sonnenblume
Lateinischer Name: Helianthus anuus
Ihren Kopf neigt sie immer der Sonne entgehen, dabei ist sie ein idealer Pollenspender: Die Sonnenblume erfreut Insekten und Gärtner zwischen Juli und Oktober mit ihren leuchtend gelben Blüten.
Bienenfreundliche Pflanzen für den Herbst
Die zweite Jahreshälfte ist für Insekten wie Bienen und Hummeln eine schwierige Zeit: Sie finden nur noch wenig Nahrung in den Beeten, um sich auf den Winter vorzubereiten und die Brut zu versorgen. Pollen und Nektar wird jedoch dringend für den Nachwuchs gebraucht, Nektar liefert Energie und ist quasi das „Flugbenzin“ für die Biene. Mit einem vielfältigen, blühenden Pflanzenangebot im Beet kannst Du den Wildbienen unter die Flügel greifen und ihnen helfen.
Ausdauernde Stauden wie Aster und Fetthenne sind genauso wie Wegwarte und Kugeldistel nahrhafte Bienenfutterpflanzen. Wertvoll sind auch einjährige Sommerblumen wie das Schmuckkörbchen (Cosmos).
Tipp: Schneidest Du regelmäßig Verblühtes ab, bilden sich ständig neue Knospen bis zum Frost.
Bienen und andere Insekten aus dem perfekten Garten ins Gewächshaus einladen


Ein Leben hinter Glas
Im Freiland passiert die Bestäubung ganz ohne das Zutun des Gärtners. Fast alle Pflanzen sind selbstfruchtbar, tragen also männliche und weibliche Blüten. Die Pollen werden zuverlässig durch Wind und Insekten übertragen.
Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige Erdbeersorten zum Beispiel benötigen immer eine andere Sorte als Bestäubungspartner. Bei der Übertragung des Pollens sind es Bienen und Hummeln, die den Großteil der Arbeit für den Gärtner übernehmen. In einem Gewächshaus kann es deshalb zu Problemen kommen, wenn Pflanzen hinter Glas von der Umwelt abgeschottet werden.
Hummeln und Bienen sind im Gewächshaus willkommen!
Im besten Fall solltest Du in der Blütephase Deiner Pflanzen die Tür zu Deinem Gewächshaus immer offen lassen. So können die Insekten kommen und gehen, wie es ihnen gefällt.
Noch besser:
Eine Bienenweide und ein Insektenhotel sorgen auch in einem Gewächshaus für eine insektenfreundliche Umgebung. Der Ernteertrag im Gewächshaus wird mit jedem Anflug von Hummel und Biene besser.
Insektenhotels für Deinen Garten


Reiche Ernte im Gewächshaus ohne Bienen
Wer empfindliche Exoten züchtet oder beispielsweise Tomaten zieht, schützt diese vor Umwelteinflüssen und Schädlingen meist hinter Glas. Wenn Schädlinge im Anmarsch sind oder draußen eine staubige oder gar belastete Umgebung droht, führt kein Weg am Abschotten vorbei. Dann muss der Gärtner bei der Bestäubung helfen und für Bienen und andere Insekten einspringen.
Oft reicht schon ein leichtes Rütteln an der Pflanze. Das funktioniert am besten dort, wo der Pflanzenabstand nicht zu groß ist. Noch besser ist die manuelle Bestäubung mit einem feinen, weichen Pinsel. Sind die ersten offenen Blüten da, streichst Du leicht mit einem Pinsel darüber. Am Pinsel verfängt sich Pollen, den Du über die Blüten verteilst. So werden die Pflanzen befruchtet.
Wichtig:
Der Pinsel sollte nie nass werden, sonst verkleben die Pollen und eine Bestäubung ist nicht möglich.
Fortpflanzung auch ohne Hilfe von Bienen
Viele Gurkenarten gehören zu den wenigen Nutzpflanzen, die zur Bestäubung weder Wind noch Insekten brauchen. Sie sind selbstbefruchtend. Der Fachausdruck lautet parthenokarp.