Axt im Holzstumpf

So wird Holz
zu Heizkraft

Ursprüngliche Schönheit und unvergleichlich angenehme Wärme – dafür kennen und lieben wir echte Holzfeuer. Im eigenen Kamin verbreitet das ökologisch nachhaltige Brennholz eine einmalig wohlige Atmosphäre, während es im Grill unnachahmliche Aromen zaubert. Wie auch Du an den begehrten Rohstoff gelangst und wie Du ihn optimal lagerst, erfährst Du hier.

Kaufen oder selbst machen?

Wie viel Leidenschaft kannst Du für Dein Brennholz entfachen? Denn wer es bequem mag, kauft sein Holz lieber im BAUHAUS Fachcentrum (inkl. Lieferung nach Hause) oder bei regionalen Anbietern. Wer die Holzarbeit hingegen als aktives Hobby in freier Natur begreift, wird jede Menge Spaß am Sägen, Spalten und Stapeln haben.

Wie wird man also ein Kaminholz-Selbstversorger, ein sog. Selbstwerber?

Sofern Du keinen eigenen Wald besitzt, stelle zunächst einen Antrag bei Deiner Revierförsterei auf ein sog. Los (also die Erlaubnis) zur Aufarbeitung der Reste des gewerblichen Holzeinschlags. Das Fällen großer Bäume bleibt den Profis überlassen. Als Amateur darfst Du die dünnen Stämme, nicht genutztes Kronen- und Totholz, Äste und Wildwuchs aufarbeiten. Voraussetzungen dafür sind in der Regel: ein Motorsägen-Führerschein, ein zusätzlicher Helfer bei der Arbeit, die Einhaltung geltender Naturschutzregeln und Schutzkleidung.

Letztere umfasst Schnittschutzhose, Schutzhelm mit Visier, Gehörschutz, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und eng anliegende Oberbekleidung. Den Motorsägen-Führerschein kannst Du in vielen BAUHAUS Fachcentren erwerben – die Termine dafür findest Du online auf bauhaus.info.

Holz für den Kamin Holz für den Kamin

Brennholz richtig lagern

Ob Selbstwerber oder Käufer: Wenn das Holz einmal ofenfertig auf Deinem Grundstück liegt, musst Du es fachgerecht lagern, damit es seine Brennqualitäten erhält. Trockenheit und gute Belüftung sind hierbei die entscheidenden Faktoren. Um diese dauerhaft zu gewährleisten, beachte folgende Tipps zur Lagerung:

  • Nicht in geschlossenen Räumen lagern
  • Direkte Sonneneinstrahlung und Windeinwirkung ermöglichen
  • Mind. 20 cm luftdurchlässigen Abstand zum Boden schaffen
  • Mind. 5 –10 cm Abstand zur Hauswand oder dem nächsten Holzstapel wahren
  • Keine luftdichten Abdeckplanen benutzen

Für offene, gut belüftete und dennoch trockene Lagerverhältnisse sorgt ein Kaminholzregal. Dort bleiben Deine Scheite dann für 2 bis 3 Jahre, bis ihre Restfeuchte unter 20% liegt. Dann sind sie optimal zum Verbrennen im Ofen geeignet.

Schont Umwelt und Geldbeutel

Heizen mit Holz ist deutlich kostengünstiger als mit fossilen Brennstoffen und hat einen geringeren CO₂-Ausstoß. Denn bei der Verbrennung gibt Holz nur so viel Kohlendioxid ab, wie es als Baum zum Wachsen benötigt hat. Holz verbrennt somit CO₂-neutral – und Du leistest einen echten Beitrag zum Klimaschutz.

Brennqualitäten im Vergleich

Holz ist nicht gleich gutes Brennholz! Die verschiedenen Baumarten haben unterschiedliche Heizwerte. Hier findest Du einige Beispiele im Überblick:

Eiche Eiche

Eiche

Hartes, schweres Holz. Lang anhaltende Glut, deswegen ideal zum Heizen.

Brennwert: 2.100kWh/m³, 4,2 kWh/kg.

Esche Esche

Esche

Sehr schönes Flammenbild. Spritzt kaum, eines der besten Kaminhölzer überhaupt.

Brennwert: 2.100kWh/m³, 4,2 kWh/kg.

Buche Buche

Buche

Hoher Heizwert bei schönem Flammenbild. Harzfrei – kaum spritzende Blasen, keine Knackgeräusche und damit verbundener Funkenflug. Oft der Maßstab für die Beurteilung anderer Feuerholzarten. Auch optimal zum Grillen.

Brennwert: 2.100kWh/m³, 4,2 kWh/kg.

Laubholz Laubholz

Laubholz, gemischt

Mix aus dem Holz verschiedener Laubbäume. Typischerweise mit dünner Rinde, leicht zu entzünden. Gutes Flammenbild, akzeptabler Heizwert.

Brennwert: 1.700kWh/m³, 4,1 kWh/kg.

Schimmelbefall vermeiden

Warum eine trockene und gut belüftete Lagerung – am besten im dafür optimierten Kaminholzregal – so wichtig ist? Kurzum: Schimmel. Er entsteht auf Deinem Brennholz durch Feuchtigkeit und stehende Luft – und macht es im schlimmsten Fall sogar unbrauchbar. Oberflächliche kleine Schimmelflecken, die noch nicht tief ins Holz eingedrungen sind, stellen beim Verbrennen kein Problem dar. Ist der Schimmelbefall jedoch größer, solltest Du den Feuchtigkeitswert des Holzes prüfen. Eine Restholzfeuchte über 25 % kann die Energieausbeute verschlechtern und Schäden am Ofen oder der Abgasanlage verursachen!

Kaminfeuer mit Holz Kaminfeuer mit Holz

Richtig grillen mit Holz!

Wenn Du das einzigartige Flair eines Holzfeuers auch fürs BBQ nutzen willst, brauchst Du vor allem einen geeigneten Grill – also z.B. einen gemauerten oder eine Feuerschale Buchenholz-Scheite eignen sich am besten für das Grillen von Fleisch, da sie ihm eine besonders feine Geschmacksnote verleihen. Das Holz sollten jedoch deutlich feiner gespalten werden als die üblichen Kaminholz-Scheite. Je nach Grill-Größe empfiehlt sich eine Länge von ca. 20 und eine Dicke von ca. 8 cm.

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