
Blühende Herbstbepflanzung
für Topf und Kübel
Schon Zeit für die Winterruhe? Von wegen! Denn jetzt geht’s auf Terrasse und Balkon erst richtig los. Blühende Klassiker sind Heide, Stiefmütterchen, Horn-Veilchen, Alpenveilchen (Cyclamen) und natürlich Herbst-Chrysanthemen. Aber immer häufiger finden auch andere Stauden und Gräser den Weg auf Herbst-Balkon oder -Terrasse.


Balkonpflanzen lassen Deine Terrasse auch im Herbst erstrahlen
Ab September ersetzen kältetolerante Topf-Schönheiten die nach und nach verblühenden Sommerpflanzen. Einige fallen durch knallige Blütenfarben auf, andere tragen leuchtende Früchte oder offenbaren wie Ziergräser und Blattschmuckpflanzen ihren Zauber erst auf den zweiten Blick.
In möglichst großen und natürlich frostfesten Gefäßen trotzen manche Spätblüher sogar den ersten Minusgraden. Da die Wintermonate hierzulande von den Temperaturen her immer milder werden, kann man sich oft bis weit in den Dezember hinein an blühenden Alpenveilchen erfreuen.
Eine wichtige Rolle spielen bei der Herbstbepflanzung die Blattschönheiten. Zierkohl zum Beispiel kannst Du einfach bis zum nächsten Frühjahr stehen lassen. Du wirst von seiner Form begeistert sein. Stauden wie Purpurglöckchen oder Günsel machen sogar ganzjährig eine gute Figur im Kübel oder werden im nächsten Jahr kurzerhand ins Gartenbeet gepflanzt, wo sie munter weiterwachsen können.


Kontrastreiche Pflanzpartner
Die leuchtend gelben Chrysanthemen bilden einen tollen Kontrast zum Blattschmuck vom Japanischen Blutgras (Imperata 'Red Baron') und Purpurglöckchen (Heuchera). So hat der Herbst-Blues keine Chance.
Viele Gräser wie das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica ‘Red Baron’) verfärben sich im Herbst und strahlen in sattem Rot oder wie das Pfeifengras (Molinia) in Gelb.


Apart in Weiß und Silbergrau
Alpenveilchen (Cyclamen) blühen bis zum ersten starken Frost.
Das Silberblatt (Salvia) ist eine tolle winterharte Staude im coolen Pelz-Look.
Mit dem deutschen Trivialnamen Silberblatt wird auch die Blattschmuckpflanze Senecio bezeichnet. Sie liebt durchlässige Erde.Die Wuchsform gab dieser Pflanze den ungewöhnlichen Namen: Stacheldraht (Calocephalus).
Das Heiligenkraut (Santolina) ist eine tolle Staude mit herrlich duftendem Laub.
Du solltest bei Purpurglöckchen (Heuchera) unbedingt Staunässe vermeiden, denn sonst droht Wurzelfäule.


Platzsparende Holzleiter
Eine schlichte Holzleiter samt Brettern wird im Nu zur Bühne für Chrysanthemen, Dahlien, Sukkulenten und Chilifrüchte.
Tipp: Chrysanthemen sind auch in der Vase gut haltbar. Bei den reich blühenden Topfpflanzen fällt es meist gar nicht auf, wenn man sich eine Handvoll Stiele für einen Herbststrauß schneidet!
Pflanzgefäße für den Herbst


Bepflanzte Utensilientasche
Alpenveilchen (Cyclamen) und Echeverien kennt man als Zimmerpflanzen, in dieser Utensilientasche an einem geschützten Platz sind sie aber erstaunlich ausdauernd. Nur wenn Frost droht, solltest Du die Pflanzen ins Haus holen.
Die Blüten der Alpenveilchen sehen wie zarte Kolibris aus, sind aber auf Balkon und Terrasse erstaunlich robust und tolle Pflanzpartner. Sehr schön sind auch ihre herz- bis pfeilförmigen, fleischigen Blätter, oft mit attraktiven hellen Zeichnungen auf der Oberseite.


Bepflanzte Zinkwanne
Die Zinkwanne ist ein ideales Sammelgefäß für Cyclamen, Chili, Chrysanthemen und Johanniskraut. Clematisranken und Hagebutten runden das Arrangement ab.Zweige mit Beeren gehören immer häufiger zur Herbstbepflanzung.
Besonders beliebt sind die knallroten Früchte von Wildrosen, die Hagebutten.
Auch die Beeren vom Liebesperlenstrauch (Callicarpa) machen mit ihrer violetten Farbe viel her.


Blütenpower im Holzfass
Hier blüht eine gefüllte Variante der Herbst-Chrysantheme (Chrysanthemum)in zartem Violett.
Das Schöne ist: Die Farben des Zierkohls (Brassica)werden mit fallenden Temperaturen noch kräftiger.
Rotblättrige Sorten des Purpurglöckchens (Heuchera)sind unverzichtbare Balkonpflanzen für diese Jahreszeit, denn sie betonen den Herbst-Charakter.
Die frostfesten Blüten des Heidekrauts (Calluna) gibt’s je nach Sorte in Weiß, Rosa, Rot oder Lila.
Die Halbkugelform der Herbst-Chrysantheme (Chrysanthemum) beeindruckt hier in kräftigem Gelb.
Dankbare Gräser wie die Segge (Carex) bewahren ihr elegantes Aussehen mit wenig Pflege jahrelang.
Wichtig für einen dauerhaften Erfolg mit Federborstengras (Pennisetum): Vermeide Staunässe im Pflanzgefäß, sonst droht Wurzelfäule.


Herbstlicher Korbkasten
Der schlichte Korbkasten bringt die Farben von Chrysantheme, Chili, Lampionblume, Stiefmütterchen und Horn-Veilchen perfekt zur Geltung. Den Rahmen dafür bilden letzte Sommerblüher.
Auf der Beliebtheitsskala stehen Chrysanthemen nach wie vor ganz oben. Ihre in allen Farben leuchtenden Blüten erinnern an kleine Sonnen und erhellen uns die kürzer werdenden Tage.
Wichtig bei der Pflege ist, dass die Topferde nicht austrocknet, aber gleichzeitig ein guter Wasserabzug vorhanden ist. Anhaltende Staunässe in Verbindung mit kühlen Herbstnächten führt in kürzester Zeit zu Wurzelschäden. Stelle die Pflanzen deshalb nicht auf Untersetzer, in denen sich das Wasser sammeln kann! Falls Fröste drohen, deckst Du die Pflanzen kurzzeitig ab.
Weitere Korb-Arrangements
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Hier leuchten lila und gelbe Chrysanthemen mit Johanniskraut und Horn-Veilchen um die Wette. Ein paar Zweige mit knallroten Ahornblättern sowie Purpurglöckchen und Gräser bilden einen würdigen Rahmen für das Korb-Arrangement.
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Nelken leuchten zwischen den Purpurglöckchen hervor. Die schmucken Blätter trägt das Purpurglöckchenund ums Jahr, im Mai und Juni bringt sie zudem zarte Blütenstände hervor. Die Stauden können später ausgepflanzt werden.
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Diese klein bleibende grünblättrige Variante der Fetthenne hängt sich lässig über den Rand der Blumenampel. Efeu ziert mit seinen grün-weiß belaubten Trieben den Hängekorb rund ums Jahr und gesellt sich zu Purpurglöckchen. Die Blattspreiten der Seggen sind grün-weiß gestreift. Die schön gefärbten, aber nicht essbaren Früchte des Korallenstrauchs werden in der Ampel von dekorativen Hagebutten- und Zierapfel-Zweigen begleitet.
Verschiedene Pflanzideen mit "Autumn Friends"
So gelingt die Herbstbepflanzung

Topf vorbereiten
Soll der Kübel im Freien stehen, braucht er ein Wasserabzugsloch. Ansonsten könnte sich das Wasser stauen und Wurzelfäule verursachen.
Damit es immer frei bleibt, legst Du eine Tonscherbe darüber und füllst etwas Blähton als Drainage ein, bevor Du die Erde dazugibst.

Schön dicht pflanzen
Bepflanze Kästen, Körbe und Kübel ruhig dicht an dicht, dann gibt es gleich ein üppiges Gesamtbild.
Die Pflanzen kommen sich schon nicht ins Gehege, sie wachsen im Herbst bei niedrigen Temperaturen und wenig Tageslicht ohnehin nicht mehr so stark.

Angießen nicht vergessen
Beim Einpflanzen darfst Du widerspenstige Wurzelballen ruhig leicht verformen, bis sie passen.
Fülle den Topf nicht ganz mit Erde auf, sondern nur bis wenige Zentimeter unter den Rand. So entsteht ein Gießrand, der verhindert, dass später beim Wässern Erde aus dem Topf gespült wird.