DIY: Liegeschaukel aus Paletten
Mit dieser selbst gebauten Liegeschaukel schaffst Du Dir einen gemütlichen Rückzugsort für den Garten. Aus einem stabilen Holzgestell, Einwegpaletten und einer Kettenaufhängung entsteht eine großzügige Schaukelliege, die zum Entspannen einlädt. In Zusammenarbeit mit Myhomestory by Fati & Besi von @fati.besi zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie Du eine Liegeschaukel ganz einfach selbst bauen kannst.
Liegeschaukel: Die Anleitung
Dieses Material benötigst Du:
Holz und Konstruktion:
- 2 Pfosten, 10 x 10 cm, je 280 cm lang
- 1 Querbalken, 10 x 10 cm, 290 cm lang
- 2 Kopfbänder / Diagonalstreben zur Aussteifung des Gestells; jeweils links und rechts zwischen Pfosten und Querbalken
- Kurze Verstärkungsbretter für die Verbindung zwischen Pfosten und Querbalken, vorne und hinten montiert
- 2 Metallwinkel zur zusätzlichen seitlichen Stabilisierung
- Einwegpaletten für Liegefläche, Rückenlehne, Armlehnen und Verkleidung
- Restliche Palettenlatten und Zuschnitte für Armlehnen und vordere Verkleidung
Fundamente und Aufhängung:
- 2 Pfostenträger passend für 10 x 10 cm Pfosten
- Schnellbeton für die Fundamente
- 2 Rundstahlketten à 3 m
- Ösenschrauben für die Aufhängung
- Karabinerhaken
- Holzschrauben in geeigneter Länge
Oberflächen und Ausstattung:
- Holzschutzlasur für Pfosten und Querbalken
- Wetterschutzfarbe für die Paletten-Liegefläche, Rückenlehne, Armlehnen und Verkleidung
- Palettenauflage mit Rückenpolster
- Dekokissen nach Wunsch
Dieses Werkzeug hilft Dir:
- Akkuschrauber
- Kappsäge, Stichsäge oder geeignete Säge für die Palettenzuschnitte
- Bohrer
- Wasserwaage
- Maßband / Zollstock
- Bleistift zum Anzeichnen
- Schleifpapier oder Schleifmaschine
- Spaten oder Erdbohrer für die Fundamentlöcher
- Pinsel oder Farbrolle
- Arbeitshandschuhe und Schutzbrille
Übersicht der wichtigsten Maße:
| Bauteil | Maß | Hinweis |
|---|---|---|
| Pfosten | 10 x 10 cm, je 280 cm lang | ca. 50 cm im Fundament / Pfostenträger, ca. 230 cm sichtbar über Boden |
| Querbalken | 10 x 10 cm, 290 cm lang | oben auf dem Gestell montiert / links und rechts mit Überstand |
| Innenmaß Gestell | ca. 240 cm | lichter Abstand zwischen den beiden Pfosten |
| Liegefläche hinten | ca. 165 cm breit | hier wird die ca. 160 cm breite Rückenlehne mittig eingesetzt |
| Rückenlehne | ca. 160 cm breit | links und rechts bleibt etwas Luft für Armlehnen / seitlichen Abschluss |
| Tiefe Liegefläche | ca. 145 cm | von der Rückenlehne bis zur vorderen Kante gemessen |
| Vordere Kante | ca. 120 cm breit | gerade Vorderkante der finalen Form |
| Seitliche Schrägen | je ca. 60 cm | abgeschrägte vordere Seiten der Liegefläche |
| Armlehnen | ca. 70 cm tief / ca. 30 cm hoch | aus übrigen Palettenlatten und Zuschnitten gefertigt |
| Ketten | 2 Rundstahlketten à 3 m | durch die Aufhängung geführt und oben befestigt |
Standort finden und Fundamente vorbereiten
Zuerst wählst Du einen geeigneten Standort im Garten aus. Wichtig ist ein möglichst ebener Untergrund sowie ausreichend Platz nach vorne und hinten, damit die Liegeschaukel frei hängen und leicht schwingen kann.
Anschließend werden die Positionen der beiden Pfosten markiert. Das Innenmaß zwischen den Pfosten beträgt ca. 240 cm.
An den markierten Stellen kannst Du nun zwei Fundamentlöcher ausheben. Für das Projekt wurden Pfosten mit 280 cm Gesamtlänge eingeplant: ca. 50 cm für den Fundamentbereich und ca. 230 cm sichtbare Höhe über dem Boden. Für unsere Anleitung werden Pfostenträger verwendet, die passend für 10 x 10 cm Pfosten sind.
Die Pfostenträger werden in Schnellbeton gesetzt und mit der Wasserwaage ausgerichtet.
Wichtig: Den Beton vollständig aushärten lassen, bevor das Gestell weiter belastet wird.
Pfosten und Querbalken montieren
Jetzt kannst Du die beiden 10 x 10 cm Pfosten in den Pfostenträgern befestigen. Anschließend wird der 290 cm lange Querbalken oben aufgelegt und verschraubt.
Der Querbalken steht links und rechts etwas über und bildet die obere Tragkonstruktion für die spätere Aufhängung.
Gestell aussteifen
Damit das Gestell stabil bleibt und beim Schaukeln nicht seitlich arbeitet, werden links und rechts jeweils Kopfbänder/Diagonalstreben zwischen Pfosten und Querbalken montiert.
Die Streben werden auf Gehrung zugeschnitten und individuell an die Konstruktion angepasst. Zusätzlich werden außen Metallwinkel angebracht.
Außerdem werden vorne und hinten kurze Verstärkungsbretter am oberen Pfostenbereich montiert, damit Querbalken und stehender Pfosten sauber miteinander verbunden sind und nichts ruckelt.
Paletten für die Liegefläche vorbereiten
Für die Liegefläche kannst Du große Einwegpaletten verwenden und miteinander verbinden. Anschließend wird die finale Form angezeichnet und zugeschnitten.
Die Liegefläche ist hinten ca. 165 cm breit, ca. 145 cm tief und vorne ca. 120 cm breit. Die vorderen Seiten werden abgeschrägt. Die Schrägen betragen in unserem Beispiel jeweils ca. 60 cm. Durch diese Form bleibt mehr nutzbare Liegefläche erhalten als bei einer vollständig runden Variante.
Rückenlehne einsetzen
Die Rückenlehne wird aus einer weiteren Palette bzw. aus passenden Palettenteilen gefertigt.
Die Lehne ist ca. 160 cm breit und wird mittig in die hintere 165 cm breite Liegefläche eingesetzt. Dadurch bleibt links und rechts etwas Platz, damit Armlehnen und seitliche Abschlüsse sauber anschließen können.
Armlehnen und Verkleidung aus Reststücken bauen
Die Armlehnen und die vordere Verkleidung werden aus den übrigen Palettenlatten und Zuschnitten gefertigt.
Die Armlehnen sind ca. 70 cm tief und ca. 30 cm hoch.
Die Reststücke werden direkt an der Konstruktion angehalten, markiert und passend zugeschnitten. So wird die Unterkonstruktion vorne sauber verdeckt und es entsteht ein hochwertigeres, möbelähnliches Gesamtbild.
Aufhängung montieren
Für die Aufhängung verwendest Du zwei Rundstahlketten à 3 m. Die Ketten werden jeweils durch die vorgesehenen Aufhängungspunkte der Liegefläche geführt, sodass vier Aufhängepunkte entstehen.
Oben befestigst Du die Ketten mit Karabinerhaken und Ösenschrauben am Querbalken. Alle Aufhängungspunkte müssen gleichmäßig belastet werden.
Holz schleifen, schützen und streichen
Jetzt kannst Du alle sichtbaren Flächen, Schnittkanten und Ecken gründlich schleifen.
Besonders wichtig sind Liegefläche, Rückenlehne, Armlehnen und vordere Verkleidung, da diese Bereiche später direkt genutzt oder berührt werden.
Das Gestell aus Pfosten und Querbalken wird mit Holzschutzlasur behandelt. Die Paletten-Liegefläche, Rückenlehne, Armlehnen und Verkleidung werden mit Wetterschutzfarbe gestrichen.
In unserem Beispiel wurde die Liegefläche weiß gestrichen. Du kannst die Farbe natürlich individuell wählen.
Vor der Auflage der Polster müssen alle gestrichenen Flächen vollständig trocknen.
Schaukel einhängen und ausrichten
Die Liegeschaukel wird eingehängt und mit der Wasserwaage kontrolliert. Dabei prüfst Du, ob die Liegefläche gerade hängt, ob alle Ketten gleichmäßig gespannt sind und ob ausreichend Abstand zum Boden besteht.
Vor der Nutzung solltest Du auch alle Schrauben, Winkel, Ösen, Karabiner und Kettenverbindungen noch einmal kontrollieren.
Polster und Kissen ergänzen
Zum Schluss wird eine passende Palettenauflage mit Rückenpolster eingelegt. Durch die angepasste Form kann eine handelsübliche Palettenauflage besser genutzt werden als bei einer komplett runden Liegefläche.
Mit zusätzlichen Dekokissen wird die Schaukel gemütlicher und wirkt wie ein hochfertiges Gartenmöbelstück.
Wenn Du möchtest, kannst Du Deine Liegeschaukel auch noch um eine LED-Beleuchtung für die Nacht erweitern.
Hinweis zur Formänderung
Die ursprüngliche Idee war eine komplett runde Liegeschaukel. Optisch wirken runde und organische Formen zwar sehr modern, in der praktischen Umsetzung zeigte sich aber, dass eine vollständig runde Liegefläche mehrere Nachteile hat: Eine passende Outdoor-Auflage ist schwerer zu finden, die nutzbare Liegefläche wird kleiner, die Rückenlehne lässt sich weniger komfortabel integrieren und die Verkleidung der Unterkonstruktion wird aufwendiger.
Deshalb wurde die Form während des Baus angepasst. Die finale Variante hat hinten eine gerade Rückenlehne, vorne eine schmalere gerade Kante und abgeschrägte Seiten. Dadurch konnte die Liegefläche besser genutzt, die Rückenlehne sinnvoll eingesetzt und die vordere Verkleidung aus übrigen Palettenlatten gebaut werden.
Alles was Du für eine Liegeschaukel brauchst:
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