So baust Du einen Aufstellpool in Deinen Garten

Einen Pool aufbauen
Erst planen, dann planschen!

Morgens vor dem Frühstück in den eigenen Swimmingpool hüpfen – herrlich! Wer im eigenen Garten abtauchen möchte, sucht sich am besten einen leicht zu installierenden Aufstellpool.
Wir verraten Dir, welche Pools es gibt, dass Du bereits mit wenig Geld starten kannst und wie Du lange Spaß mit Deinem Pool hast.

Ein eigener Pool: leichter als gedacht!

Endlich Sommer! Es gibt wohl nichts entspannteres, als einen heißen Tag auf der Liege im Schatten zu verbringen und zwischendurch ins kühle Nass zu springen. Viel schöner als im überfüllten Freibad ist es im eigenen Pool.
Der Traum vom eigenen Schwimmbad lässt sich leichter erfüllen, als Du denkst: Sogenannte Aufstellpools sind einfach aufzubauen – ohne aufwendige Erdarbeiten. Schon ab 270 Euro gibt es einen selbstaufrichtenden Pool im Komplettset. Mit einem Durchmesser von viereinhalb Metern hast Du darin genügend Platz zum Planschen. Außerdem ist er schnell und kinderleicht aufgebaut.

Bevor Du einkaufen gehst, haben wir noch ein paar Ratschläge, auf die Du achten solltest. Wir sagen Dir, welche Pools es gibt und zeigen Dir, wie Du am besten für sauberes Wasser sorgst. Deinem Badespaß steht also nichts mehr im Weg.

Was für einen Pool willst Du aufstellen?

Quick-Up-Pools sind die modernen Nachfahren der Planschbecken unserer Kindertage. Sie bestehen aus einem geschlossenen Folienbecken, das sich selber aufstellt, wenn es erst mit Luft und dann mit Wasser gefüllt wird. Das geht schnell und problemlos.

Framepools bestehen immer aus zwei Teilen: Dem Folienbecken und einem äußeren Rahmen, der dem Becken Halt gibt. Auch hier muss nur das Skelett zusammengesteckt, die Folie ausgerollt und das Wasser eingefüllt werden. Solche Aufstellpools gibt es in Größen von drei bis zu 17 Kubikmetern Beckeninhalt.

Stahlwandpools haben eine stabile, runde Blechwand und entsprechen so dem klassischen Bild des Gartenpools. Sie sind dauerhafte Bauten, die regelmäßig eine Bodenplatte oder ein Fundament brauchen.

Wenn man einen Stahlwandpool zu Teilen oder ganz im Boden versenkt, ist er kaum noch vom maßgefertigten Einbaupool zu unterscheiden.

Einen Quick-Up-Pool aufstellen

Um die Kunststoffhülle zu schützen und den Rasen im Untergrund nicht zu sehr zu belasten, wird vor dem Befüllen des Pools auf der Grundfläche ein Gartenvlies oder eine stabile Plane ausgerollt. Hier nicht sparen, denn oft bleibt der Pool wegen Riesenspaß und gutem Wetter länger im Garten stehen, als ursprünglich geplant.

Vor der Montage alle Einzelteile auf dem Rasen ausbreiten und deren Vollständigkeit feststellen.

Wichtig: Niemals den gefüllten Pool oder auch nur die Folien über den Boden ziehen. Kleine Beschädigungen können hier fatale Folgen haben!

Die beste Lage für einen dauerhaften Pool

Damit der Badespaß auf dem eigenen Grundstück zu einem Dauerbrenner wird, hast Du vor dem Bau des Beckens noch Hausaufgaben zu erledigen: Und das fängt mit dem Standort für den Pool an. Der Vorgarten mit der Straßenfront ist sicher nicht erste Wahl. Du suchst einen Standort, der sonnig und frei von angrenzenden Bäumen ist, aber trotzdem von außen möglichst nicht einzusehen ist. Auch willst Du nicht, dass das Jauchzen der Kinder die Nachbarn stört. Ein naher Wasseranschluss ist selbstverständlich Pflicht, nicht nur zum Füllen des Beckens, sondern auch für die Gartendusche, die die Belastung des Wassers mit eingeschlepptem Gartendreck deutlich reduziert. Eine Filteranlage braucht einen Stromanschluss, genauso wie die Beleuchtung

Sicherheit von Kids am Pool

Der Pool muss unbedingt so stehen, dass die Eltern ständig die gesamte Wasserfläche einsehen können. Dazu gehört auch, dass man den Zugang zum Pool kontrollieren kann, denn der Aufsteller haftet für alles, was im Wasser passiert. Man denke nur an Spiel- und Klassenkameraden, die noch nicht richtig schwimmen können. Weiter sollten keine Bäume, Schuppendächer & Co, die als Sprungbretter missbraucht werden können, in der Nähe sein. Und nicht zu vergessen: Ein Sonnenschutz gehört immer dazu, denn die Kids sind aller Erfahrung nach den ganzen Nachmittag im Wasser.

Der Untergrund für den Pool

Nimm Dir auch die Zeit, den Baugrund kritisch zu prüfen: Ein Pool wiegt mit seiner Wasserfüllung mehrere Tonnen. 15 Kubikmeter Wasser - also 15 Tonnen Gewicht - sind nicht ungewöhnlich. Das ist das Gewicht eines ausgewachsenen, mittleren LKWs! Der Boden muss also verdichtet, tragfähig und frei von Wurzeln, Versorgungsleitungen, Steinen oder gar Fels sein. Das Aufstellen von Pools auf Terrassen, Tiefgaragen etc. verbietet sich da meist von selbst. Und nicht vergessen: Es darf auch nicht am Hang gebaut werden! Schon wenige Grad Gefälle führen dazu, dass das Becken schlicht überläuft. Nicht gut.

Das gehört zum Aufbau eines Pools dazu

Du erleichterst Dir das Aufstellen ungemein, wenn Du beim Ausheben der Baugrube für den Stahlwand- oder Einbaupool Hilfe in Anspruch nehmen kannst. Denn die Baugrube ist größer und tiefer, als man denkt. Viele Hände und Schaufeln sind eine Möglichkeit, ein kleiner Mietbagger kostet aber nicht viel und ist keine Hypothek für Freundschaften. Wichtig: Bei der Bagger-Buchung an einen langen Arm denken, denn 1,50 Meter Beckentiefe plus Fundament bringen einfache Modelle an ihre Grenzen. Für die Bodenplatte, die praktisch alle dauerhaften Pools haben müssen, kannst Du mit Beton und Stahlarmierung arbeiten. Das ist aber gerade im Hochsommer keine leichte Arbeit. Die Alternative ist ein modernes, leicht installiertes Bodenplatten-System: Das ist nicht teuer, sorgt für wärmeres Wasser und ist später rückbaubar, wenn die Kinder ausgezogen sind.

So bleibt Dein Pool sauber

Der Pool steht, dann kann es ja losgehen! Denk daran, für einen Zugang zu sorgen, zum Beispiel mit einer Hochbeckenleiter.

Sind alle Pool-Einbauteile wie Leuchten oder der Skimmer (Oberflächensauger) montiert, kannst Du ihn endlich mit Wasser befüllen. Dafür solltest Du etwas Zeit einplanen, da es je nach Größe des Pools dauern kann, bis das Becken vollgelaufen ist.

Anschließend solltest Du Dich um die Wasserqualität kümmern. Dafür ist auch eine Sandfilteranlage geeignet: Sie verhindert zuverlässig, dass sich im Pool Algen bilden.
Außerdem ist eine Abdeckplane dringend zu empfehlen. Sie schützt das Wasser vor Schmutz, Blättern und Insekten.

Bevor Du endlich abtauchst, teste in jedem Fall den pH-Wert. Er sollte zwischen 7,2 bis 7,4 liegen.

Tipp:

Damit Du lange Freude an Deinem Pool hast, solltest Du ihn wenigstens einmal im Jahr – am besten im Frühjahr – gründlich reinigen. Dafür eignen sich spezielle Poolbürsten. Komfortabler wird es mit einem Poolroboter, der unter Wasser den Boden abfährt und ihn dabei gründlich sauber schrubbt. Den entfernten Schmutz saugt der kleine Helfer einfach ein.